Berlin : Planschen auf dem Parkdeck - Vor 30 Jahren öffneten die Thermen auf dem Dach

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Eigentlich brauchte das Europa-Center bei seiner Eröffnung 1965 aus baupolizeilichen Gründen nur einen Feuerlöschteich - doch dann entstand die Idee, daraus die größte Sauna-Anlage Berlin zu machen. Fünf Jahre nach dem Einkaufszentrum machten schließlich die "Thermen am Europa-Center" auf, die seitdem mehr als 4,5 Millionen Besucher anlockten.

Am heutigen Mittwoch feiern die Betreiber das 30-jährige Bestehen. Der Eintrittspreis wird zwischen 10 und 16 Uhr auf zehn Mark und damit auf das Niveau von 1970 gesenkt. Zwischen 19 und 21 Uhr gibt es Führungen und ein vom Kabarettisten Axel Lutter moderiertes Programm mit Livemusik sowie Darbietungen des Weddinger Schwimmclubs, der das Synchronschwimmen präsentiert. Zu den Ehrengästen gehört der ehemalige Regierende Bürgermeister Klaus Schütz (SPD), der die Thermen vor drei Jahrzehnten eröffnet hatte.

Die 5000 Quadratmeter große Anlage mit einem begrünten Dachgarten samt Becken im Freien entstand auf dem Parkhausdeck am Europa-Center. Die 40 Beschäftigten erwirtschafteten zuletzt einen Umsatz von fünf Millionen Mark, der weiter wachsen soll. Die Besucherzahl liegt derzeit bei rund 150 000 pro Jahr. Mit zusätzlichen Fitness- und Wellnessangeboten will man sie bald auf 170 000 steigern. Geplant sind auch Bäderreisen, denn Kunden fragen häufig, ob die Firma auch Ausflüge in Kur- und Badeorte vermitteln könne.

Seit Mitte vorigen Jahres existiert eine Thermalbadanlage mit im Wasser gelöster Salzsole, die als besonders hautfreundlich gilt. Das 32 Grad warme Solewassser mit einem Salzgehalt von 0,5 Prozent "kommt sehr gut bei den Besuchern an", sagt Geschäftsführerein Brigitta Jarick. Die Thermen beherbergen unter anderem auch drei finnische Saunen, drei russsich-römische Dampfbäder, eine Trockensauna, ein "Bio-Saunarium", ein Massagestudio, einen Friseurladen, einen Kosmetiksalon, ein auf sportphysiologische Angebote spezialisiertes "Vital-Therapie-Centrum", Billardräume und ein Restaurant.

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