Platz da! : Unsere Plätze-Serie - Verschönern Sie mit!

Viele Plätze der Stadt haben mehr Aufmerksamkeit verdient – damit aus Wüsten wieder Oasen werden. In unserer Serie "Platz da!" haben Sie darüber abgestimmt, welche Plätze in Berlin verschönert werden sollen. Jetzt werden sie verschönert.

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Ortsbegehungen. Der Petriplatz in Mitte.
Ortsbegehungen. Der Petriplatz in Mitte.Kitty Kleist-Heinrich

Sie sind die Schmuckstücke einer Stadt – fein gearbeitete Broschen, die mit Geschmack und viel Bürgersinn die kreuzenden Straßen zusammenbinden zum Nutzen und Vergnügen aller Einwohner. Was sich die Stadtväter von den Plätzen Berlins einst erhofften und die Flaneure erträumten, ist in der Realität oft eine ziemliche triste Angelegenheit: Es gibt sie zwar, die architektonischen Glanzstücke einer Stadtplanung, die Kleinode bürgerlichen Wohlbefindens, doch an vielen Orten trifft das Auge auf lieblos arrangierte Orte und heruntergekommene Funktionsflächen. Von ihrer einstigen Bestimmung, Begegnungsorte von Menschen zu sein, hervorgehobene Durchbrechungen in einer Stadtlandschaft, sind viele Plätze weit entfernt.

Der Hansaplatz in Tiergarten.
Der Hansaplatz in Tiergarten.Thilo Rückeis

Der Tagesspiegel möchte das ändern. Plätze sind nicht nur dafür geschaffen, damit Menschen über die hinwegeilen, sondern sie sollen Aufenthaltsqualität bieten und – im besten Falle – gut gestaltete Wohlfühloasen im hektischen Getriebe des Alltags sein. Deswegen gibt es im Tagesspiegel die Serie: Platz da! Wir wollen die Aufmerksamkeit lenken auf Plätze, die dringend eine Verschönerung nötig haben. In den kommenden Wochen stellen wir Ihnen 15 Plätze in allen Teilen der Stadt vor, die verschönert werden sollen.

In der Bildergalerie sehen sie die Plätze, die verschönert werden sollen.

Platz da! Die Leserdebatte zu Berliner Stadtplätzen
In dieser Bildergalerie zeigen wir Ihnen die 15 Berliner Stadtplätze, die wir mit Ihrer Hilfe und mit Unterstützung durch Berliner Landschaftsarchitekten verbessern wollen. Machen Sie mit! Im Bild sehen Sie als Erstes - samt der berühmten Spiegelwand - den Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz, den wir noch hinzufügen und dafür den Breitenbachplatz herausnehmen. Liebe Leserinnen, liebe Leser, klicken Sie hier, um zu kommentieren, zu kritisieren und Verbesserungsvorschläge für den Hermann-Ehlers-Platz zu machen. Wir wünschen eine spannende Debatte! Und falls Sie selbst historische und/oder aktuelle Bilder von den Plätzen veröffentlichen wollen: Schicken Sie die Fotos per Email an: leserbilder@tagesspiegel.de Kennwort: "Berliner Plätze".Weitere Bilder anzeigen
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13.03.2012 14:07In dieser Bildergalerie zeigen wir Ihnen die 15 Berliner Stadtplätze, die wir mit Ihrer Hilfe und mit Unterstützung durch Berliner...

Wie Plätze sind, und was sie sein könnten – das erfahren Sie ab Freitag in 15 Folgen. Große und kleine, historische und moderne, bekannte und unbekannte Plätze sind es, mit denen sich in den vergangenen Wochen 15 renommierte Stadtentwicklungs- und Landschaftsplanungsbüros im Auftrag des Tagesspiegels intensiv beschäftigt haben. Ihre Ideen für eine Verschönerung werden wir präsentieren. Anfangen werden wir mit dem Hansaplatz in Tiergarten, einer Ikone der städtebaulichen Nachkriegszeit am Tiergarten, doch im Lauf der Zeit unansehnlich geworden. Der Landschaftsarchitekt Steffen Brodt vom Büro „Plan.b“ hat sich des Platzes angenommen – alles weitere können Sie am Freitag lesen.

Der Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz.
Der Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz.Thilo Rückeis

In der zweiten Folge zeigen wir Ihnen, wie sich die Planer am Petriplatz den Umgang mit dem historischen Zentrum der Stadt vorstellen. Hier, an der Wiege Berlins, wo schon im 12. Jahrhundert Menschen lebten, vertreibt derzeit die laute Leipziger Straße jedes Platzgefühl. Es folgen der Hermann-Ehlers-Platz in Steglitz, das Kottbusser Tor in Kreuzberg und der Platz Alt-Tegel. Hoch in den Norden geht es dann auch mit dem Antonplatz in Weissensee, und wieder nach Süden zum Innsbrucker Platz, einem Lehrbeispiel für die autogerechte Zurichtung der Stadt. Aufmerksamkeit erhält auch der Moritzplatz in Kreuzberg, der Spandauer Markt und der Don-Ugoletti-Platz in Köpenick. In Wedding haben die Planer sich um den Louise-Schroeder-Platz gekümmert, in Reinickendorf um den Kurt-Schumacher-Platz und in Neukölln um den Hermannplatz. Am Ende unserer Serie werden wir uns dem Vorplatz des Ostbahnhofs in Friedrichshain und dem Nollendorfplatz in Schöneberg zuwenden.

Der Tagesspiegel möchte mit der Serie eine Debatte anstoßen. Deswegen werden wir mit unseren Lesern, mit Vertretern von Anwohner-Initiativen und mit Politikern diskutieren, wie die Ideen ankommen, wie Vorschläge bewertet und welche Anregungen aufgenommen werden könnten. Denn manche Bezirke haben sich schon positiv über unsere Initiative geäußert, weil sie selber die Neugestaltung von Plätzen planen und auf unsere Ideen gespannt sind.

Zu jeder Folge wird es deshalb anschließend am oder in der Nähe der Plätze eine öffentliche Veranstaltung geben, zu der wir unsere Leser schon jetzt herzlich einladen. Über die Termine und Diskussionsorte werden wir in jeder Folge informieren. Ab morgen gilt: Platz da! Lesen Sie mit, diskutieren Sie mit, gestalten Sie mit.

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