Politbarometer für Berlin-Wahl : SPD liegt vorne, die FDP muss zittern

Eine Woche vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl liegt die SPD vor ihrem derzeitigen Koalitionspartner CDU. Fast die Hälfte der Berliner ist aber noch unentschlossen.

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Die Spitzenkandidaten für die Berliner Abgeordnetenhauswahl Frank Henkel (CDU, l) und Michael Müller (SPD). Foto: dpa
Die Spitzenkandidaten für die Berliner Abgeordnetenhauswahl Frank Henkel (CDU, l) und Michael Müller (SPD).Foto: dpa

Die SPD liegt vorne - und verliert doch. Nach dem Politbarometer von ZDF und Tagesspiegel kommt sie gut eine Woche vor der Wahl in Berlin nur noch auf 24 Prozent, vor fünf Jahren waren es noch 28 Prozent. Wenn die Abgeordnetenhauswahl schon an diesem Sonntag stattfinden würde, läge die CDU mit 19 Prozent ein gutes Stück hinter den Sozialdemokraten. Die Grünen landen der Umfrage zufolge bei 15 Prozent, Linkspartei und AfD kommen jeweils auf 14 Prozent. Die FDP muss mit einem derzeitigen Projektionswert von fünf Prozent um den Wiedereinzug ins Parlament bangen. Kaum Chancen, erneut ins Abgeordnetenhaus einzuziehen, haben die Piraten.

Bei dieser Konstellation würde es für eine rot-schwarze Neuauflage nicht reichen, eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen hätte jedoch eine Mehrheit. Doch daran könnte sich angesichts vieler Last-Minute-Entscheider noch etwas ändern. Denn ganze 43 Prozent der Berliner gaben an, noch gar nicht zu wissen, wen oder ob sie überhaupt wählen.

Dass es nochmal zu einer großen Koalition in Berlin kommt, ist aber nicht nur unwahrscheinlich, sondern auch unerwünscht. Einen Senat aus SPD und CDU sieht eine Mehrheit der Wahlberechtigten negativ. 43 Prozent der 1134 von der Forschungsgruppe Wahlen Befragten fänden eine rot-rot-grüne Regierung gut.

Geht es nach der Beliebtheit, hat der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) deutliche Vorteile gegenüber seinem CDU-Herausforderer, Innensenator Frank Henkel. Während sich 59 Prozent der Berliner für Müller aussprechen, befürworten lediglich 19 Prozent Henkel. Müller dürfte es da bedauern, dass eine Direktwahl für das Amt des Regierenden Bürgermeisters nicht vorgesehen ist. Bei anderen Umfragen kommt seine SPD sogar noch schlechter weg als beim Politbarometer. So sieht sie die ARD nur bei 21 Prozent.

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