Berlin : Politiker geben nach - Teilerfolg für die Geschäftsleute in der Wilhelmstadt

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"Wenigstens ein Teilerfolg", freute sich der Vorsitzende der Interessengemeinschaft Wilhelmstadt, Ingo Schlechtweg. Am Dienstag beschloss der Bauausschuss des Bezirks einige Verbesserungen für den Ortsteil, die zum Teil auf jahrelange Forderungen der dortigen Geschäftsleute zurückgehen. Einig waren sich die Bezirksverordneten darin, dass Autofahrer auf der Heerstraße endlich Hinweise auf die Wilhelmstadt erhalten. An der Pichelsdorfer, Gatower und Wilhelmstraße sollen Wegweiser künftig die Richtung zum Ortsteil siggnalisieren. Ebenso einmütig war dagegen die Ablehnung der von der IG Wilhelmstadt geforderten Öffnung der Zufahrt von der Wilhelm- zur Brüderstraße. Egon Ixmeier (CDU) erinnerte daran, dass man die Einfahrt "vor mehr als 15 Jahren" extra geschlossen hatte, um die Anlieger vor dem Durchgangsverkehr zu bewahren, für den Adam- und Metzer Straße ausreichen würden. Auch Baustadtrat Carsten Röding (CDU) befürchtet angesichts des Kopfsteinpflasters spürbar mehr Lärm und eine Minderung der Wohnqualität. "Die Anwohner würden uns erschlagen", sagte der Christdemokrat Rüdiger Schwendke.

Beim Streit um die Parkraumbewirtschaftung, in der viele Ladenbesitzer einen Grund für das Ausbleiben von Kunden sehen, gab es einen Kompromiss. Während im nördlichen Teil der Pichelsdorfer Straße die Parkuhren wie geplant durch Automaten ersetzt werden sollen, wird auf dem kurzen Teilstück zwischen Betcke- und Franzstraße sowie an der Einmündung der Weißenburger Straße ersatzweise eine Parkscheibenregelung eingeführt. Ein Vertreter der Straßenverkehrsbehörde signalisierte Zustimmung. "Uns geht es darum, die Schäden zu beheben, die in der Vergangenheit verzapft worden sind", sagte Ingo Schlechtweg. Angesichts der jahrelangen Bemühungen um Verbesserungen in der Wilhelmstadt seien die Beschlüsse ein erster Erfolg.

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