Berlin : Polizei befreite entführten Russen

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Trotz mehrerer Schüsse aus seiner Dienstpistole konnte ein Polizist am Montagabend bei einer Lösegeldübergabe in Tiergarten einen Entführer nicht stoppen. Der Mann floh und konnte zunächst entkommen. Der Polizei allerdings gelang es, die Spur des Russen aufzunehmen. Sie führte nach Zehdenick (Brandenburg). Dort wurde das gefesselte Opfer, ein 31-jähriger Weißrusse, unversehrt befreit. Zwei seiner Entführer wurden festgenommen, ein dritter befindet sich noch auf der Flucht. Durch die Schüsse an der Paulstraße wurde zwar, wie berichtet, das Fluchtauto getroffen, aber niemand verletzt. Die Täter hatten für die Freilassung ihres Opfers 30 000 Dollar verlangt. Der Mann war mit seiner Frau Ende Dezember nach Deutschland gereist, um Bekannte zu besuchen. Der 31-Jährige wollte den Aufenthalt für seine Geschäfte mit Textilien und Autos nutzen. Am 15. Januar fuhr er mit einem Bekannten los, um Autoteile zu kaufen. Dieser Bekannte, dessen Identität bisher nicht eindeutig geklärt ist, lieferte ihn seinen Entführern aus. Am Tag darauf ging die Lösegeldforderung ein. Zeugen benachrichtigten dann am Sonnabend die Polizei, die die Geldübergabe arrangierte. Die Frau des Opfers hatte Deutschland bereits am 16. Januar verlassen, weil ihr Touristenvisum ablief. Das Motiv für die Entführung ist derzeit noch nicht geklärt. Hintergrund könnten laut Polizei sowohl die Geschäfte des Weißrussen, als auch reine Geldgier der Täter sein.

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