Polizei : Gewerkschaft dringt auf Erhalt der Polizeiwachen

Die Gewerkschaft der Polizei dringt auf den Erhalt der Polizeiwachen in Brandenburg. Infolge eines weiteren massiven Personalabbaus seien 20 der derzeit 54 Wachen von der Schließung bedroht, sagte Landeschef Andreas Schuster in Potsdam.

Potsdam - In einem Flächenland wie Brandenburg müsse die Polizei jedoch auch in der Fläche präsent sein. Die Polizei erreicht nach Angaben von Schuster in diesem Jahr den niedrigsten Personalbestand seit der Wende. 1990 habe es 9890 Polizisten gegeben, Ende 2006 seien es nur noch 9550. Die meisten Beschäftigten gab es 1999. Damals sorgten 10.300 Polizisten für die Sicherheit im Land.

Der Personalabbau bei der Polizei ist Teil des Konsolidierungskurses der rot-schwarzen Landesregierung. Nach Angaben von Schuster soll die Zahl der Polizisten durch zusätzliche Streichungen bis Ende 2009 auf 8965 gesenkt werden. Das entspräche einem Personalabbau um 13,1 Prozent gegenüber 1999.

Schuster betonte, der Personalabbau bedeute einen Verlust an innerer Sicherheit. Das Innenministerium habe erkannt, dass die Polizeistruktur mit diesem Personaleinsatz nicht mehr zu halten sei. Es denke deshalb offen über die Schließung von Polizeiwachen nach. Die Polizei könne die 54 Wachen nicht mehr rund um die Uhr besetzen. Die Mindeststärke der Wachen werde häufig deutlich unterschritten.

Die Gewerkschaft ist laut Schuster bereit, die Organisationsformen in den Wachen zu überprüfen. Wachenschließungen lehne die GdP jedoch ab. (tso/ddp)

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben