14-Jähriger verprügelt Obdachlosen : ÖPNV-Streife greift bei U-Bahn-Schlägerei ein

Erneut ist ein Berliner U-Bahnhof Schauplatz eines brutalen Überfalls geworden. Ein 14-Jähriger hat am Donnerstagabend auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz einen Obdachlosen geschlagen und getreten. Die ÖPNV-Streife schritt ein.

Zunächst hatte der Jugendliche den 26 Jahre alten Mann auf dem Bahnhof Alexanderplatz offenbar nur wegen dessen Obdachlosigkeit angepöbelt. Als dieser nicht reagierte, schlug er ihn mehrfach mit der Faust in das Gesicht und trat ihn. Daraufhin ging der Mann zu Boden. Dort attackierte der Angreifer sein Opfer mit weiteren Tritten. Beamte einer Einsatzhundertschaft führten zu diesem Zeitpunkt eine ÖPNV-Streife auf der betreffenden U-Bahnlinie durch und befanden sich auf dem unteren Bahnsteig. Eine Zeugin alarmierte die Polizisten, die sofort auf die höher gelegene Ebene eilten, dazwischen gingen und den Jugendlichen festnahmen.
Der Obdachlose wurde leicht verletzt, lehnte eine ärztliche Behandlung jedoch ab. Die Polizei erstattete gegen den Jungen Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung und übergab ihn seiner Familie.

Bei einem Überfall am Osterwochenende hatte ein 18-Jähriger einen 29-jährigen Mann im U-Bahnhof Friedrichstraße schwer verletzt. Gegen ihn ist inzwischen Anklage erhoben worden. Ein 30-Jähriger lag nach einer brutalen Attacke Mitte Februar auf dem U-Bahnhof Lichtenberg mehrere Wochen im künstlichen Koma. Die mutmaßlichen Täter sitzen wegen versuchten Mordes in Untersuchungshaft. (Tsp)

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