24 falsche Konten : Bankbetrüger zu Haftstrafe verurteilt

Ein Berliner Akademiker wurde wegen Betrugs und Urkundenfälschung zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt. Um seine Schulden zu bezahlen hatte der Täter mehrere Konten unter falschem Namen eröffnet und die Bank um insgesamt 190.000 Euro betrogen.

BerlinWegen Betrug und Urkundenfälschung ist ein 34-jähriger Dolmetscher am Freitag vom Berliner Landgericht zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Gericht bestätigte, dass der Akademiker eine Bank um 190.000 Euro betrogen hatte, um seine Schulden zu bezahlen.

Der Angeklagte hatte im Internet bei einer Bank insgesamt 24 Kreditkartenkonten unter falschem Namen eröffnet. Mit den Karten hob er Einzelbeträge von bis z u 11.000 Euro ab. Trotz der "ausgeklügelten und wohlüberlegten Begehungsweise" der Taten und dem daraus entstandenen "nicht unerheblichen Schaden" fand das Gericht überwiegend Strafmilderungsgründe beim Angeklagten.

So hätte der Dolmetscher die Taten in einer persönlichen Lebenskrise begangen. Der Konkurs seines Verlages und der Tod der Mutter waren demnach Auslöser für die Betrügereien gewesen. Zum anderen sei es ihm von der Bank "leicht gemacht worden, solche Betrugstaten zu begehen." Der Angeklagte hatte sich zur Wiedergutmachung des Schadens bereiterklärt. (fg/ddp)

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