25 Festnahmen, 150 Taten : Diebesbande ist aufgeflogen

Eine Einbrecherbande, die Anfang Dezember von der Polizei in Berlin geschnappt worden ist, soll auch im Raum Werder (Havel) und Kleinmachnow auf Beutezug gegangen sein.

Die mutmaßlichen Täter stammen aus der Republik Moldau und sollen insgesamt 150 Straftaten in Berlin und Brandenburg begangen haben, vor allem Einbrüche in Wohnungen und Einfamilienhäusern. Die Polizei sucht jetzt im Zuge der Ermittlungen weitere Einbruchsopfer, die das sichergestellte Diebesgut wiedererkennen. Die Behörden aus Berlin und Brandenburg hatten nach umfangreichen Ermittlungen am 8. Dezember zugeschlagen: Zehn Objekte in der Bundeshauptstadt und ein Reisebus wurden durchsucht, dabei wurden Schraubendreher, Brechstangen, Winkelschleifer und Handschuhe, aber auch Funk- und Navigationsgeräte sichergestellt. Als vermeintliche Beute fanden die Beamten Uhren, Schmuck, Mobiltelefone, Computerzubehör und Fernsehtechnik, Münzen und Medaillen sowie persönliche Orden und Ehrenzeichen. Bei den Razzien waren 25 Verdächtige festgenommen worden, 18 sitzen noch immer in Untersuchungshaft. Zwei weitere werden per Haftbefehl gesucht.

Die Beschuldigten im Alter von 19 bis 29 Jahren gehören zu einer gut organisierten und strukturierten Bande, die ihre Aufträge direkt aus dem Heimatland erhält und auch große Teile der Beute dorthin bringt. Einige von ihnen sind Asylbewerber, andere halten sich illegal in Deutschland auf, teilte das Landeskriminalamt Brandenburg mit. „Die eigentlichen Einbrecher wechseln häufig, während die sogenannten Quartiergeber, die auch den Abtransport des Diebesgutes organisieren, sich längere Zeit in Berlin aufhalten“, heißt es in einer Presseerklärung. Aufgrund des bandenmäßigen Vorgehens drohen den Verdächtigen Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren.

Geschädigte sollten sich an die Polizei wenden. Das noch nicht identifizierte Diebesgut befindet sich im Berliner Polizeipräsidium am Columbiadamm und kann nach telefonischer Absprache besichtigt werden.

Sichergestellte Gegenstände können auch im Internet betrachtet werden unter www.internetwache.brandenburg.de

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