60-Jähriger wegen Verdachts auf Fahrerflucht vernommen : 51-jährige Frau lag tot im Straßengraben

Der tödliche Unfall muss sich am Donnerstag bei Einbruch der Dämmerung ereignet haben.. Der Fahrer flüchtete höchstwahrscheinlich in Panik - jetzt hat die Polizei einen Verdächtigen.

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Die Polizei in Südbrandenburg suchte seit Donnerstagabend fieberhaft nach dem Fahrer eines dunklen Autos, das eine Fußgängerin auf der Landstraße zwischen den Dörfern Lipsa und Hermsdorf im Landkreis Oberspreewald-Lausitz erfasst haben soll. Ein Zeuge hatte dort gegen 17.35 Uhr eine 51-jährige Frau leblos im Straßengraben gefunden. Der herbeigerufene Notarzt konnte nur noch ihren Tod feststellen. Die Frau war zu Fuß unterwegs gewesen und wies nach Angaben des Sprechers der zuständigen Polizeidirektion Cottbus, Lutz Miersch, schwerste Verletzungen auf, die nach derzeitigem Erkenntnisstand durch einen Verkehrsunfall verursacht worden sein könnten. Die Polizei vermutet einen Zusammenhang mit einer der Entdeckung der toten Frau vorausgegangenen Verkehrsunfallflucht in unmittelbarer Nähe. "Eine Busfahrerin hatte uns angezeigt, dass sie von einem dunklen Kombi überholt wurde, der den Bus streifte und beschädigte, aber einfach weiter fuhr", sagte Miersch am Freitag dem Tagesspiegel. Der unbekannte dunkle Pkw, der erhebliche Beschädigungen aufweisen müsste, wurde nun gesucht. Da der Unfallort an der Grenze zu Sachsen lag, war auch die sächsische Polizei an der Fahndung beteiligt. Am Freitagnachmittag meldete die Polizei, man habe nach einem ersten Zeugenhinweis einen

60-jährigen Mann aus dem Landkreis Oberspreewald-Lausitz als Tatverdächtigen identifiziert. Die Vernehmungen des Beschuldigten im Rahmen des eingeleiteten Ermittlungsverfahrens dauerten bis zur Stunde an.

Zugleich sucht die Polizei weitere mögliche Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Tathergang und zu den handelnden Personen geben können. Telefonische Meldungen nimmt die Polizeiinspektion Cottbus/ Spree-Neiße unter der Telefonnummer 0355 4937 1227 entgegen. Genutzt werden kann auch das Internet unter www.internetwache.brandenburg.de.

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