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Adlershof : Schwerer Unfall: Polizisten nehmen Frau die Vorfahrt

In Adlershof ist eine Frau mit ihrem Auto in die Glasfassade eines Supermarkts gekracht. Drei Personen wurden teilweise schwer verletzt. Brandenburgische Zivilpolizisten hatten der Fahrerin die Vorfahrt genommen.

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Die Fahrerin des Wagens wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Die Fahrerin des Wagens wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.Foto: Andreas Meyer

Bei einem schweren Unfall in Adlershof ist am Mittwoch eine Autofahrerin in den Eingangsbereich eines Supermarktes gerast. Sie und zwei weitere Frauen wurden verletzt, teilweise schwer. Kurz nach dem Unfall sprachen Beobachter von einem Bild der Zerstörung. Die Feuerweh soll das Dach des Privatautos abgetrennt haben, weil die Fahrerin im Wagen einklemmt war.

Ersten Ermittlungen zufolge hatten Polizisten aus Brandenburg der 41-jährigen Fahrerin an der Ecke Wassermannstraße und Radickestraße mit ihrem Wagen gegen 13 Uhr die Vorfahrt genommen. Nach Auskunft der Berliner Polizei seien die Brandenburger Beamten in einem zivilen Fahrzeug unterwegs gewesen und hatten die Rechts-vor-links-Regel an der Kreuzung missachtet. Wie schnell die Fahnder dabei fuhren, sei noch unklar. Bei einer derartigen Konstellation hätten aber auch weniger als 50 Kilometer pro Stunde ausgereicht, um schwere Schäden am anderen Fahrzeug zu verursachen.

Nachdem die beiden Autos kollidiert waren, schleuderte die 41-Jährige mit ihrem Wagen über den Gehweg und erfasste eine 88-jährige Fußgängerin. Im Eingangsbereich eines Supermarkts kam das Auto schließlich zum Stehen. Hier erlitt eine Kundin ebenfalls Verletzungen. Gerüchte, wonach die märkischen Polizisten einen oder mehrere Verdächtige verfolgt hätten, wollte die Berliner Polizei nicht bestätigen. Der oder die flüchtenden Männer sollen angeblich zuvor bei Ahrensfelde nördlich von Berlin in einen Überfall oder eine andere Tat verwickelt gewesen sein. Von der Pressestelle der Brandenburger Polizei hieß es mehr als zwei Stunden nach der Karambolage, man wisse noch von nichts. Grundsätzlich sei es üblich, hieß es aus beiden Polizeipräsidien, dass Beamte über die Grenzen von Bundesländern hinweg Verdächtige verfolgten.

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