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Änis Ben-Hatira : Schwester von Hertha-Spieler brutal ausgeraubt

Schock für Hertha-Spieler Änis Ben-Hatira: Seine Zwillingsschwester ist in Neukölln überfallen und zusammengeschlagen worden. Der Fußballspieler sei "sehr bedrückt", hieß es beim Verein.

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Herthas Ben-Hatira: Seine Schwester wurde Opfer eines Überfalls. Foto: dapd
Herthas Ben-Hatira: Seine Schwester wurde Opfer eines Überfalls.Foto: dapd

Die Zwillingsschwester des Hertha-Profis Änis Ben-Hatira ist am Mittwochabend am Hermannplatz in Neukölln brutal überfallen worden. Gegen 20 Uhr wurde die 23-Jährige auf der Mittelinsel vor dem dortigen U-Bahneingang von zwei Männern geschlagen und getreten. Die Täter raubten ihr Handy und flüchteten. Das Opfer kam mit Verletzungen ins Krankenhaus, hieß es bei der Polizei. Die Beamten hätten bislang keine Erkenntnisse, dass die Männer es gezielt auf die Frau abgesehen hatten in dem Wissen, dass es sich um die Schwester des Profi-Spielers handelte.

Hertha BSC-Sprecher Peter Bohmbach bestätigte den Vorfall. "Es ist leider wahr", sagte er. Änis Ben-Hatira hatte am Donnerstag beim Training des Bundesligisten gefehlt, offizielle Begründung: Rückenprobleme. "Er hatte wirklich Rückenprobleme, aber hätte normalerweise damit trainieren können", sagte Bohmbach. Stattdessen gab der Verein dem Spieler frei, um sich um seine Schwester zu kümmern. Am heutigen Freitag nimmt Ben-Hatira wieder am Mannschaftstraining teil, wollte sich jedoch nicht äußern. Der Spieler sei "sehr bedrückt", hieß es von Vereinsseite. "Wir bitten um Verständnis, dass wir uns nicht weiter dazu äußern werden. Nur soviel: Änis Ben-Hatira hat uns informiert, wir sind alle geschockt und wünschen seiner Schwester gute Genesung. Wir werden alles tun, um Änis Ben-Hatira und seine Familie zu unterstützen", sagte Geschäftsführer Michael Preetz.

 Der gebürtige Berliner war erst Ende August zu seinem Jugendverein Hertha BSC zurückgekehrt, nachdem er fünf Jahre beim Hamburger SV unter Vertrag stand. Seitdem wohnt der Deutsch-Tunesier wieder wie seine Zwillingsschwester bei den Eltern im Stadtteil Wedding. In dieser Saison bestritt der frühere U21-Europameister sechs Bundesligaspiele für die Berliner, wurde zuletzt wegen nachlassender Leistungen jedoch aus dem Kader gestrichen.

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