Ätzende Graffiti : U-Bahnhof wegen Flusssäure-Schmierereien gesperrt

Der U-Bahnhof Prinzenstraße musste heute für mehrere Stunden gesperrt werden. Die Polizei hatte Schmierereien mit Flusssäure entdeckt.

Prinzenstraße
Der U-Bahnhof PrinzenstraßeFoto: ddp

BerlinAm Wochenende sind wieder zahlreiche Schmierereien mit Flusssäure entdeckt worden. Beschädigt wurden unter anderem eine Telefonzelle in Kreuzberg, die Scheiben eines Wartehäuschens einer Tram-Haltestelle am Rosa-Luxemburg-Platz und die Schaufensterscheibe eines Sportgeschäfts in Charlottenburg. Auf dem U-Bahnhof Schlesisches Tor wurden vier Fensterscheiben und auf dem U-Bahnhof Hallesches Tor eine Fensterscheibe sowie eine Metallgedenktafel beschädigt.

Der ebenfalls von Flusssäure-Schmierereien betroffene U-Bahnhof Prinzenstraße in Kreuzberg musste am Sonntagvormittag wegen Schmierereien mit Flusssäure gesperrt werden. Die Graffiti mit dem ätzenden Stoff wurden gegen 10:30 Uhr entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Es wurden Spuren gesichert. Die Züge fuhren ohne Halt durch den Bahnhof, wodurch es zu leichten Abweichungen im Fahrplan kam.

Noch keine Hinweise auf die Täter

Alle betroffenen Stellen wurden unverzüglich gereinigt. Verletzt wurde niemand. In allen Fällen gibt es bisher keine Hinweise auf die Täter. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Freisetzens von Giften und Sachbeschädigung. Man vermutet, dass die Täter die Säure über das Internet beziehen.

Flusssäure ist die wässrige Lösung von Fluorwasserstoff und wird zum Ätzen von Glas und Metallen eingesetzt. Die Substanz, die auch von Graffiti-Sprayern benutzt wird, riecht stechend und ist stark giftig. Bei einer Berührung - auch im getrockneten Zustand - können schwere Verätzungen entstehen. Bei einem Kontakt sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. (mit ddp)

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