Aktion von Polizei und Justiz in Moabit : Hakenkreuze im Internet: Wohnung durchsucht

Der Mann aus Moabit hatte sich wohl auf die Anonymität im Internet verlassen: Aber nachdem er Hakenkreuze gepostet hatte, rückte die Polizei an.

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Erst soll der 67-Jährige Hakenkreuze und andere rechtsextreme Symbole anonym im Internet veröffentlicht haben - dann gab es Besuch von Polizei und Staatsanwaltschaft. Am Mittwoch morgen haben Beamte des Polizeilichen Staatschutzes des Landeskriminalamtes die Wohnung des Mannes in der Moabiter Siemensstraße. Laut Mitteilung vom Donnerstag entdeckten Beamten bei der richterlich angeordneten Durchsuchung einen Laptop sowie einen als Taschenlampe getarnten Elektroschocker.

Jetzt läuft gegen den 67-Jährigen nicht nur ein Verfahren wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichens verfassungswidriger Oragnisationen, sondern auch wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Er bleibt auf freiem Fuß.

Polizei und Justiz haben angesichts des Falls betont, die Verbreitung verbotener Inhalte über das Internet konsequent zu verfolgen. Täter könnten sich dabei nicht auf die vermeintliche Anonymität im Netz verlassen. (Tsp)