Amnestie : Berliner sollen illegale Waffen abgeben

Innensenator Ehrhart Körting (SPD) ruft die Berliner dazu auf, illegale Waffen jetzt straffrei abzugeben. Ab 1. Januar nächsten Jahres müssen die Besitzer mit Sanktionen rechnen.

Berliner können illegale Waffen noch bis Ende 2009 straf- und kostenfrei abgeben. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) sagte Montag in Berlin, die Amnestie sei eine „einmalige Chance“, sich auf legale Weise von verbotenen Waffen zu trennen. Gegen die Betroffenen werde kein Strafverfahren eingeleitet. Ziel sei es, die Zahl der illegalen Waffen deutlich zu verringern. Die bundesweite Abgabeaktion war nach dem Amoklauf von Winnenden am 11. März mit 16 Toten initiiert worden.

Schon wer nach einem Todesfall die Waffe eines Angehörigen behalte, ohne die erforderliche Erlaubnis dafür zu beantragen, mache sich strafbar, gab Körting zu bedenken. Alternativ zur Abgabe bei einer Behörde könnten illegale Waffen auch einem Berechtigten überlassen oder unbrauchbar gemacht werden.

Nach den Worten des Innensenators soll durch die Aktion sichergestellt werden, dass die Waffen nicht „in falsche Hände“ geraten. Besitzer illegaler Waffen, die von der Amnestie keinen Gebrauch machten, müssten wegen unerlaubten Waffenbesitzes mit Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren rechnen. (aa/ddp)

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