Angriff auf Jugendlichen : 15-Jähriger am Bahnhof Warschauer Straße brutal geschlagen

Am S-Bahnhof Warschauer Straße wurden einem Jugendlichen Samstagfrüh drei Zähne ausgeschlagen. Danach bedrängte auch noch ein Passant die Polizisten.

Am Bahnhof Warschauer Straße tobt am Wochenende nachts das Leben. Und immer wieder gibt es in den Partynächten Gewalttaten.
Am Bahnhof Warschauer Straße tobt am Wochenende nachts das Leben. Und immer wieder gibt es in den Partynächten Gewalttaten.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Ein 15-jähriger Jugendlicher hat am Samstagmorgen am S-Bahnhof Warschauer Straße drei Zähne durch einen Schlag ins Gesicht verloren. Der Jugendliche war nach ersten Erkenntnissen der Bundespolizei kurz vor 5 Uhr Samstagfrüh mit einer etwa zehnköpfigen Personengruppe in Streit geraten. Im Verlauf der Auseinandersetzung schlug eine Person aus der Gruppe dem 15-Jährigen ins Gesicht, möglicherweise mit einem Schlagring. Durch den Schlag verlor der Jugendliche drei Zähne. Auch ein zweiter Mann, ein 26-Jähriger, wurde bei dem Übergriff durch die Gruppe verletzt. Er erlitt eine Schnittverletzung an der Hand.

Der Hintergrund des Streits ist laut Polizei derzeit noch nicht bekannt. Die zehnköpfige Gruppe flüchtete noch vor dem Eintreffen von Polizeikräften. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen gefährlicher Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.

Ein aggressiver 33-Jähriger blockierte den Polizeiwagen

Als die Bundespolizisten den S-Bahnhof mit ihrem Polizeiwagen verlassen wollten, stellte sich ihnen ein 33-Jähriger in den Weg und blockierte so die Abfahrt. Er war äußerst aggressiv und kam den Weisungen der Beamten, den Weg frei zu geben, nicht nach. Schließlich überwältigten die Beamten den Mann und brachten ihn zu Boden.

Mit Handschellen gesichert kam er ins Auto und durfte zur Anzeigenaufnahme die Beamten zur Dienststelle am Ostbahnhof begleiten. Nach Einleitung eines Ermittlungsverfahrens wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte konnte er diese wieder verlassen.

Der Bahnhof Warschauer Straße und sein Umfeld am Übergang in den Friedrichshainer Kiez sind seit Jahren immer wieder durch Gewalttaten in die Schlagzeilen gekommen.

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