Angriff auf Rapper : Polizei zweifelt an Massiv-Aussage

Nach den Schüssen auf den Gangsta-Rapper Massiv steht die Berliner Polizei vor mehreren Rätseln: Vom Angreifer fehlt jede Spur, das Motiv für den Überfall ist unklar und warum traf der Schütze Massiv aus nächster Nähe nur an der Schulter?

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Polizeibeamte untersuchen Einschusslöcher am BMW des Rappers Massiv. -Foto: Christian HIntze/ddp

BerlinDie Berliner Polizei hat noch keine heiße Spur, wer hinter den Schüssen auf den Rapper Massiv steckt. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte ein Polizeisprecher. Ein Sprecher des Sängers wies nach der Attacke in Neukölln Spekulationen zurück, dass es sich um einen PR-Gag handelte. Massiv habe einen Schulter-Durchschuss erlitten, der Angriff hätte viel schlimmer ausgehen können. "So eine Promo macht man nicht", stellte der Sprecher klar.

Polizei ist skeptisch

"Wir sind entsetzt über diese feige Tat und hoffen, dass es Massiv schnell wieder bessergeht", heißt es auf der Homepage der Plattenfirma Sony BMG. Der Sänger ("Wenn der Mond in mein Ghetto kracht") gehört mit seinen derben Texten und seinem martialischen Auftritten zur deutschen Szene des so gennanten Gangsta Raps. Der 25-jährige wurde nach derzeitigem Ermittlungsstand auf der Straße von einem maskierten Mann angeschossen, als er gerade telefonierte.

In seinen Texten singt der Wahl-Berliner über Gewalt und das Leben auf der Straße, in Kürze erscheint ein neues Album. Nach der Attacke in Neukölln hatten sich Fahnder verwundert gezeigt, dass der Täter aus nächster Nähe nur in die Schulter traf. Außerdem seien Informationen über den Überfall schon kurz danach auf einer Fanseite aufgetaucht, heißt es in Medienberichten. Massivs Sprecher wehrte sich vehement gegen Spekulationen über eine PR-Aktion und kündigte eine Stellungnahme von Sony BMG an. (iba/dpa)

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