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Anti-IS-Demo in Berlin : 60 Demonstranten für Schutz von Kurden

Seit Dienstagvormittag gibt es wieder eine pro-kurdische Kundgebung am Pariser Platz. Vor Ort sind etwa 60 Demonstranten - mehr werden im Lauf des Tages erwartet.

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Eine pro-kurdische Demonstration am Potsdamer Platz (Bild vom 4.10.).
Eine pro-kurdische Demonstration am Potsdamer Platz (Bild vom 4.10.).Foto: dpa

Seit 10 Uhr gibt es am Pariser Platz wieder eine pro-kurdische Demonstration, aus Solidarität mit den vom IS bedrohten Kurden in Irak und Syrien. Laut Angaben der Polizei waren bis zum Nachmittag etwa 60 Teilnehmer vor Ort - mehr werden im Lauf des Tages erwartet. Die Kundgebung ist von 10 bis 20 Uhr angemeldet. Die Veranstalter rechnen mit 300 Teilnehmern. Laut Polizei erwägen sie derzeit, ab 17 Uhr in Richtung Alexanderplatz zu ziehen.

Angesichts der angespannten Lage in Kobane waren auch am Montagabend etwa 600 Menschen ihre Solidarität mit den vom IS bedrohten Kurden in Irak und Syrien auf die Straße gegangen. Die spontane Kundgebung sammelte sich am Pariser Platz und zog zum Alexanderplatz, wie die Polizei mitteilte. Sie forderten ein stärkeres militärisches Vorgehen Europas und der USA gegen die Terrormiliz, um die Menschen in den kurdischen Gebieten zu schützen. Deutschland solle zu seiner Verantwortung stehen. Die zurückhaltenden Politik der Türkei wurde scharf kritisiert.

Es gab keine Gegenkundgebung und während des Zuges blieb alles friedlich.

Am Montag gab es auch in anderen deutschen und europäischen Städten Demonstrationen. In der Nacht zu Dienstag ist es dabei in Istanbul zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen. Auf der zentralen Einkaufsstraße Istiklal wurden in der Nacht zu Dienstag aus den Reihen mehrerer Hundert Demonstranten Steine geworfen. Die Auseinandersetzungen im Stadtzentrum dauerten demnach bis weit nach Mitternacht an. Die Nachrichtenagentur DHA meldete, auch in anderen, meist kurdischen Vierteln Istanbuls sei es zu Zusammenstößen gekommen. Angaben über mögliche Festnahmen oder Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Im niederländischen Den Haag hatten pro-kurdische Protestler sogar das Parlament besetzt. Im niederländischen Den Haag ist am Montagabend eine große Gruppe kurdischer Demonstranten in das Parlament eingedrungen. Nach einem Gespräch mit der Vorsitzenden der Zweiten Kammer des Parlamentes, Anouchka van Miltenburg, verließen die Demonstranten das Gebäude am frühen Morgen wieder. Vor dem Parlament demonstrierten Hunderte Aktivisten, berichteten niederländische Medien am Dienstag. (mit dpa)

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