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Aus der Psychiatrie ausgebrochen : Zwei der drei entflohenen Häftlingen sind gefasst

Die Polizei hat nun auch den zweiten von drei flüchtigen Häftling zu fassen gekriegt. Der 17-Jährige leidet an einer Persönlichkeitsstörung und gilt als gewaltbereit. In der Nacht zu Samstag waren drei jugendliche Straftäter aus einer Berliner Klinik ausgebrochen.

Nach der Flucht aus dem Berliner Jugendmaßregelvollzug ist ein zweiter Straftäter gestellt worden. Der gesuchte 17-Jährige sei gefasst worden, sagte eine Sprecherin des Klinikkonzerns Vivantes am Montag.

Am Samstag konnte bereits die Flucht eines 25-Jährigen beendet werden. Die Polizei nahm den 25-Jährigen am Samstagabend fest. Der drogensüchtige Mann war wegen mehrerer krimineller Delikte, mit denen er sich Geld für Rauschmittel beschaffen wollte, im Maßregelvollzug der Psychiatrie untergebracht.

Ein 21-jähriger Patient ist noch auf freiem Fuß. Die drei Straftäter waren in der Nacht zu Samstag aus einer gesicherten Einrichtung des Klinikkonzern Vivantes in der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik in Wittenau geflohen. Die beiden Älteren waren wegen Drogenabhängigkeit und Beschaffungskriminalität in der Klinik für Forensische Psychiatrie untergebracht.

Der 17-Jährige leidet nach Angaben des Klinikums unter anderem an einer Persönlichkeitsstörung. Vor seiner Unterbringung in Wittenau lebte er in mehreren Jugendhilfeheimen außerhalb von Berlin. Auch dort unternahm er schon einen Fluchtversuch und beging dabei eine schwere Körperverletzung.

Nach Angaben des Klinikkonzerns hatte sich das Trio für seine Flucht Zugang zu einem leerstehenden Patientenzimmer im Erdgeschoss verschafft. Dort zerstörten sie das Fensterschloss und hebelten einen Stab vom Fenstergitter auf. Durch den Spalt gelangten sie ins Freie.

Im Maßregelvollzug werden Straftäter untergebracht und behandelt, die nicht oder nur vermindert schuldfähig sind. (dapd)

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