Auseinandersetzung in Schöneberg : Nach Pöbelei im BVG-Bus: Betrunkener schwer verletzt

Erst tickte ein Betrunkener im Bus aus, dann riss einem Fahrgast der Geduldsfaden: Nun liegt der Pöbler schwer verletzt im Krankenhaus.

Foto: dpa/Patrick Pleul

Ein alkoholisierter Pöbler, der am späten Freitagabend einen BVG-Bus in Schöneberg längere Zeit zum Anhalten zwang, liegt derzeit schwer verletzt im Krankenhaus. Ein genervter Fahrgast hatte ihn gepackt, wobei der Betrunkene stürzte und ein Schädel-Hirn-Trauma erlitt.

Er stellte sich demonstrativ vor den Bus

Nach ersten Ermittlungen war der alkoholisierte 36-Jährige gegen 23 Uhr am Nollendorfplatz in einen Bus der Linie M19 gestiegen. Danach schrie er offenbar ständig im Bus und verhielt sich taktlos gegenüber anderen Fahrgästen. Drohungen des Fahrers, er werde ihn des Busses verweisen, ignorierte der Mann. Daraufhin forderte ihn der Fahrer am Bahnhof Yorckstraße zum Aussteigen auf. Als er dem nicht nachkam, drängte ihn ein Fahrgast hinaus. Nun stellte sich der 36-Jährige aber demonstrativ vor das Fahrzeug, so dass der Bus weiter halten musste.

Einem Fahrgast riss der Geduldsfaden

In diesem Augenblick riss einem 40-jährigen Fahrgast offenbar der Geduldsfaden. Er packte den Pöbler unter den Achseln und versuchte ihn, zur Seite zu tragen. Dabei strauchelte dieser, schlug mit dem Kopf auf den Gehweg und blieb bewusstlos liegen. Er wurde in eine Klinik gebracht und stationär aufgenommen. Der 40-Jährige stand laut Polizei "sichtlich unter dem Eindruck des Geschehens und versicherte immer wieder, er habe den Mann doch nur zur Seite tragen wollen.

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