Auseinandersetzung : Streit um rechtsextremen Gesang

Weil zwei Männer laut Lieder einer rechts ausgerichteten Band sangen, fühlte sich ein Passant in Zehlendorf belästigt. Nachdem er die beiden aufgefordert hatte, damit aufzuhören, gingen sie auf ihn los.

Berlin-ZehlendorfEntschlossen ist gestern Abend gegen 19 Uhr am Teltower Damm ein Passant gegen zwei Männer eingeschritten, die Texte einer verbotenen rechtsextremistischen Musikgruppe grölten. Der 31-Jährige hörte auf dem Weg zum S-Bahnhof Zehlendorf, wie die betrunkenen 23 und 31 Jahre alten Männer einen volksverhetzenden, antiisraelischen Titel von sich gaben.

Daraufhin ging er auf sie zu und forderte sie auf, den Gesang zu unterlassen. Er wurde sofort beschimpft und einer der beiden Männer versuchte, ihn zu schlagen. Der Angegriffene, der nicht getroffen wurde, setzte sich mit Pfefferspray zur Wehr und flüchtete auf den Bahnsteig des S-Bahnhofs.

Er wurde von dem anderen Mann verfolgt und setzte auch gegen diesen das Spray ein. In einem Betriebshäuschen der S-Bahn konnte er sich bis zum Eintreffen der Polizei in Sicherheit bringen. Die Betrunkenen wurden festgenommen. Der 23-Jährige hatte 1,6, sein Begleiter 2,4 Promille im Blut. Beide sind mit politisch motivierten Delikten polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten. (Tso)

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