Auto auf A100 liegen geblieben in Berlin-Tempelhof : Kein Führerschein, falsches Kennzeichen - und Benzin aus der Pfandflasche

Gestern Abend blieb ein Wagen auf der A100 liegen. Als Polizisten den Fahrer kontrollierten, machten sie gleich mehrere Entdeckungen.

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SymbolbildFoto: dpa/Patrick Pleul

Gegen 18.45 Uhr wurde die Autobahnpolizei zu einem liegengebliebenen Fahrzeug auf der A 100 in Fahrtrichtung Nord kurz hinter dem Tunnel Ortsteil Britz gerufen. Als die Polizisten eintrafen, war der Fahrer gerade dabei, den Kleinwagen mit einer Flüssigkeit aus einer Pfandflasche zu betanken.

Bei der anschließenden Überprüfung des jungen Mannes und des Autos stellten die Beamten fest, dass der Wagen nicht zugelassen ist und mit einem Kennzeichen, das nicht für dieses Auto ausgegeben war, versehen war. Einen Führerschein hatte der 17-Jährige auch noch nicht. Das war noch nicht alles: Im Kofferraum fanden die Beamten ein Kennzeichenschild, dass als gestohlen gemeldet war.

Das Auto sei von der Oma

Auf Nachfrage gab der Jugendliche an, dass das Auto seiner Oma gehöre und sie ihm das Auto geschenkt habe. Er wollte das Auto nur „schnell woanders hinbringen“, sei dann wegen Spritmangels liegen geblieben und habe bei einer nahe gelegenen Tankstelle etwas Benzin gekauft und in eine Flasche gefüllt.

Die Polizisten übergaben den Jugendlichen später seiner Mutter, die die Angaben zum Auto der Großmutter bestätigte und erwähnte, dass ihr Sohn in der kommenden Woche seine Führerscheinprüfung hätte. Den 17-Jährigen erwarten nun Ermittlungen wegen Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren ohne Pflichtversicherung und Verdacht des Kennzeichendiebstahls. (Tsp)

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