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Badeunfall im Schlachtensee : Polizei sucht mit Spürhund nach vermutlich Ertrunkenem

Die Polizei sucht am Schlachtensee nach einem 21-Jährigen. Er war am frühen Sonntagabend von einem Ruderboot in den See gesprungen und untergegangen. Die Suche nach dem Mann verlief bisher erfolglos.

von und Kalle Harberg
Suche nach dem Vermissten. Ein speziell ausgebildeter Spürhund soll auch durch das Wasser hindurch Gerüche aufnehmen können.
Suche nach dem Vermissten. Ein speziell ausgebildeter Spürhund soll auch durch das Wasser hindurch Gerüche aufnehmen können.Foto: dpa

Nicht weit entfernt von den grün-weißen Ruderbooten, die am Montag gemächlich über die Mitte des Schlachtensees treiben, pendelt das schwarze Schlauchboot der Polizei regelmäßig zwischen Ost- und Westufer hin und her. Auf der Spitze des Schlauchbootes, die Köpfe tief über das Wasser gebeugt, liegen Polizeikommissar René Liebe, 41, und seine Schäferhündin Maya. Gemeinsam sollen die beiden den 21-jährigen Mann finden, der am Sonntagabend von einem Ruderboot in der Mitte des Sees sprang, sich aber nicht an der Oberfläche halten konnte, unterging und vermutlich ertrunken ist.

Am Sonntag gegen 18.30 Uhr waren der junge Mann und drei seiner Freunde im Alter von 22 bis 28 Jahren vom Ostufer auf den See gerudert. Den Aussagen seiner Freunde zufolge soll der junge Mann auf die Frage, ob er schwimmen könne, mit „Jein“ geantwortet haben – er sei dann aber aus eigenen Stücken ins Wasser gesprungen.„Er ist nicht wie ein Stein untergegangen“, sagte Polizeisprecher Dirk Stoewhase. „Seine Freunde sprangen ins Wasser und versuchten, ihm zu helfen. Sie haben es aber nicht geschafft.“ Daraufhin alarmierten sie die Feuerwehr. Taucher der Feuerwehrund des Deutschen Roten Kreuzes suchten den Schlachtensee ab, ein Polizeihubschrauber unterstützte sie aus der Luft. Gegen 20 Uhr zogen sie erfolglos ab.

Am Montagmorgen nahm die Polizei die Suche wieder auf. Während drei Einheiten mit Spürhunden das Ufer überprüften, fuhren Kommissar Liebe und seine Schäferhündin kurz vor 11 Uhr auf den See. Der Spürhund ist speziell dazu abgerichtet, Fäulnisgase durch das Wasser zu wittern. Um den Radius einzugrenzen, sollten die Polizeitaucher erst mit der Arbeit beginnen, falls Maya anschlug. „Das klappt manchmal und manchmal nicht“, warnte Liebe vor dem Einsatz. Schließlich sei ein Spürhund keine Maschine.

Die Badestrände wurden geschlossen, sobald sich das Schlauchboot der Polizei näherte. Die meisten Gäste ließen sich bei fast dreißig Grad allerdings nicht vom Baden abschrecken. So etwas sei schon einmal passiert, erinnert sich Dagmar Braschke, die mit blauer Taucherbrille um Ufer wartete, bis der Weg wieder frei ist, um von einem Ufer zum anderen zu schwimmen. „Vor zwei Jahren ist hier ein amerikanischer Austauschschüler beim Schwimmen untergegangen. Schrecklich!“ Die wartenden Schwimmer diskutieren, ob der Schlachtensee eine Badeaufsicht benötige. Von den zwei Rettungsringen, die eigentlich an der Liegewiese am Südufer hängen sollten, ist am Montag keine Spur zu finden.

Um 16 Uhr, als Maya immer noch nicht angeschlagen hat, beginnen die beiden ersten Polizeitaucher, den bis zu achteinhalb Meter tiefen Grund abzusuchen. „Die Sicht ist mit zwei Metern ganz gut“, zeigt sich Polizeisprecher Stoewhase zuversichtlich. Sollten die Taucher bis zum Abend allerdings nichtfündig werden, „dann wird die Suche höchstwahrscheinlich eingestellt“.

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