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"Bärgida"-Aktion und Gegenproteste : Rechtsextremisten demonstrieren am Breitscheidplatz

Am Montagabend hat das "Bärgida"-Bündnis zunächst am Hauptbahnhof demonstriert. Jetzt wird der Protest am Breitscheidplatz fortgesetzt. Linke Gruppen protestieren gegen den Aufzug.

von und Lilith Grull
Rechtsextremisten demonstrieren am Breitscheidplatz.
Foto: Lilith Grull

Der nach Polizeiangaben mittlerweile 107. "Bärgida"-Aufzug führte die Teilnehmer am Montagabend auch zum Breitscheidplatz. Zunächst demonstrierten rund 60 Rechtsextremisten am Hauptbahnhof. Von dort fuhren sie zum Breitscheidplatz. Inzwischen haben sie sich direkt am Ort des Anschlags an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche versammelt. Auf einem Transparent der "Bärgida"-Anhänger, hieß es, dass die Opfer des Anschlags vom 19. Dezember bisher keine öffentliche Ehrung erfahren hätten. Sie seien Opfer zweiter Klasse. Sowohl am Hauptbahnhof als auch am Breitscheidplatz versammelten sich einige Dutzend Gegendemonstranten, unter anderem Linke Aktivisten der Gruppe #noBärgida. Im Laufe des Abends wuchs diese Gruppe auf rund 140 Teilnehmer an.

Der Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche war am 19. Dezember Ziel eines Terroranschlags. Immer noch sind an vielen Stellen Kerzen und Blumen zum Gedenken niedergelegt. Das Gegenbündnis protestiert gegen die Instrumentalisierung des Ortes durch Rechtsextremisten.

Um 20 Uhr begann in der Gedächtniskirche ein ökumenisches Friedensgebet, um an die Opfer des Anschlags zu erinnern. Rund 300 Menschen versammelten sich in der Kirche. Zentrales Thema war der Wunsch nach Frieden, nicht nur hier in Berlin, sondern in der Welt.

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