Bankdaten am Fahrkartenautomat ausgespäht : Polizei warnt vor Dieben auf der Ringbahn

Auf der Ringbahnlinie sind offenbar vermehrt Kriminelle unterwegs, die an Fahrkartenautomaten die Bankdaten von Fahrgästen ausspähen. Hinterher stehlen die Diebe ihren Opfern die Karte und heben Geld ab.

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Eine S-Bahn in Berlin.
Eine S-Bahn in Berlin.Foto: dpa

Die Polizei Berlin warnt auf ihrer Facebookseite vor Dieben auf der Ringbahn. Demnach würden den Ermittler momentan vermehrt Taschendiebstähle entlang der S41 und S42 gemeldet. Die Täter bringen ihre Opfer dabei offenbar gezielt um ihre Bankkarten, um hinterher Geld von deren Konto abzuheben.

Die Masche der Kriminellen ist einfach: Sie warten auf dem Bahnsteig auf Fahrgäste, die mit ihrer Bankkarte ein Fahrticket an einem Kartenautomaten kaufen wollen. Die Kriminellen beobachten ihre Opfer beim Eintippen des Passworts und merken sich die Zahlenkombination. Anschließend folgt der Kriminelle dem Opfer und stiehlt ihm in einem günstigen Augenblick das Portemonnaie mit der Bankkarte. Die Täter heben dann mit der Bankkarte und dem ausgespähten Passwort Geld ab.

Die Polizei empfiehlt dringend, bei der Eingabe der PIN-Nummer das Zahlenfeld mit der Hand oder einem geeigneten Gegenstand abzudecken. "In einer Schlange kann man die anderen Wartenden auch durchaus auffordern, nicht zu nah aufzurücken", so eine Sprecherin. Verhält sich jemand auffällig, sollte man den Bezahlvorgang im Zweifel abbrechen.

Das Portemonnaie mit der Bankkarte sollte nach Möglichkeit nicht in einer Außentasche getragen werden. Falls der Geldbeutel in der Hose getragen wird, sollte er in die vordere Tasche gesteckt werden und nicht in einer Gesäßtasche aufbewahrt werden.

Wird ein Kartendiebstahl bemerkt, sollte die Bank sofort kontaktiert werden, um die Bankkarte sperren zu lassen. Hierzu kann auch der bundesweit einheitliche Sperr-Notruf 116 116 gewählt werden. Der Notruf ist gebührenfrei und 24 Stunden am Tag besetzt.

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