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Bauarbeiter hatten Kabel gekappt : S-Bahn nach Stromausfall wieder im Takt

Seit 12.30 Uhr rollen nach dem Stromausfall die meisten Züge am Ostkreuz wieder. Und die S3 fährt nach einem Personenunfall wieder nach Erkner.

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Eine S-Bahn in Berlin.
Eine S-Bahn in Berlin.Foto: dpa

Von 10.35 Uhr bis 14 Uhr fuhr die S3 nicht bis Erkner sondern nur zwischen Ostkreuz und Rahnsdorf. Zwischen Wilhelmshagen und Erkner hatte ein Zug der Linie S3 einen Mann erfasst, der an den Gleisen entlang lief. Der Triebfahrzeugführer hatte nach Angaben der Bundespolizei noch Warnsignale gegeben und eine Schnellbremsung eingeleitet. Dennoch erfasste der Zug den Mann, er wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Was der Mann auf den Gleisen wollte, ist unklar. Zeitweise fiel auch der parallel fahrende RE 1 aus.

Unabhängig davon fiel zeitgleich am Treptower Park der Strom. Nach Angaben eines Bahnsprechers zerstörte ein Bagger versehentlich um 10.41 Uhr ein Bahnstromkabel eines der wichtigsten Knoten im S-Bahnnetz. Fast zwei Stunden fuhren zwischen Ostkreuz und Baumschulenweg sowie zwischen Ostkreuz und Neukölln keine Züge, betroffen war also auch die Ringbahn. Die Fahrgäste eines auf freier Strecke liegengebliebenen Zuges wurden nach 45 Minuten von der Bundespolizei zum nächsten Bahnhof geführt.

Gegen Mittag war der Stromausfall behoben. Der Zugverkehr ist aber noch nicht vollständig wieder aufgenommen.

Die Züge fahren seit 14 Uhr weitgehend normal, nur die Linie S85 verkehrt nur Waidmannslust - Nordbahnhof

"Auf den Linien S41, S42, S47, S8, S85, und S9 kommt es zu Verspätungen und Ausfällen", hieß es gegen 11.30 Uhr es auf der Homepage der S-Bahn.

Die Leitstelle twitterte, dass ein "Bodo mit dem Bagger" ein Kabel beschädigt habe. Ein Sprecher bestätigte, dass der Baggerfirma einer Fremdfirma, die derzeit die Autobahn A100 baut, den Schaden verursachte.

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