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Berlin-Bohnsdorf : Senior schwebt nach Prügelattacke am S-Bahnhof weiter in Lebensgefahr

Ein 72-Jähriger wurde am Mittwochmittag durch die Schläge eines Unbekannten so schwer verletzt, dass er noch immer in akuter Lebensgefahr schwebt. Die Polizei hat erste Hinweise erhalten.

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Die Gewalttat wurde am S-Bahnhof Grünbergallee verübt.
Die Gewalttat wurde am S-Bahnhof Grünbergallee verübt.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Erneut hat es einen schwerwiegenden Gewaltvorfall im öffentlichen Nahverkehr Berlins gegeben: Auf der Treppe des S-Bahnhofs Grünbergallee wurde ein 72-Jähriger am Mittwoch von einem unbekannten jungen Mann durch mehrere Fausthiebe verletzt. Er stürzte und schlug hart mit dem Kopf auf. Die Polizei geht davon aus, dass die lebensgefährlichen Verletzungen vom Sturz herrühren.

Zwei Tage nach der Tat schwebt das Opfer noch immer in akuter Lebensgefahr. "Das Opfer liegt auf der Intensivstation und ist nicht ansprechbar. Sein Zustand ist sehr ernst", sagte ein Polizeisprecher. Die Gewalttat ereignete sich am helllichten Tag - laut Polizei um 12.05 Uhr. Nun ermittelt die Mordkommission.

Die Gründe für den brutalen Angriff sind derzeit noch unklar. Laut Polizei war der Mann in Altglienicke in die S-Bahn gestiegen; er wollte eine Station mit der Bahn fahren, um dann Einkäufe zu erledigen. Er hatte zwei Plastiktüten dabei, die mit Pfandgut gefüllt waren. Möglich scheint, dass sich Täter und Opfer in der S-Bahn begegnet waren und in Streit geraten waren. Allerdings hatte die Polizei am Donnerstag noch keine Hinweise darauf, dass diese Vermutung zutrifft. Der Senior wurde nach Angaben der Polizei nicht ausgeraubt.

Als der Senior den Bahnhof über eine Treppe verlassen wollte, wurde er von dem Unbekannten attackiert. Nachdem der Senior am Boden lag, flüchtete der Täter. Er soll zwischen 20 und 30 Jahren alt sein und war etwa 1,85 Meter groß. Er ist von schlanker Statur, trug die Haare kurz geschnitten und hatte dunkle Kleidung an. Außerdem hatte er eine dunkle Umhängetasche und ein dunkles Fahrrad dabei, mit dem er vermutlich auch flüchtete.

Die Mordkommission sucht nach Zeugen der Tat - so dringend, dass sogar ein Foto des Angegriffenen veröffentlicht wurde. Wer das Opfer oder einen Mann, auf den die Täterbeschreibung passt, am Bahnhof oder in der S-Bahn gesehen hat, sollte sich ebenfalls dringend melden. Auch werden Zeugen, die am Mittwoch zwischen 11.55 und 12.05 Uhr einen Streit auf den S-Bahnhöfen Altglienicke oder Grünbergallee oder in der S-Bahn miterlebt haben, um einen Anruf gebeten. Hinweise nimmt die Mordkommission unter der Rufnummer 030-4664 911 555 oder jede Polizeidienststelle entgegen. Bis zum Freitagvormittag erhielt die Berliner Polizei zwei Hinweise, denen jetzt nachgegangen werden muss.

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