Berlin-Charlottenburg : Ganoven-Odyssee am Hardenbergplatz endet mit Festnahme

Erst bedrohte er eine Kellnerin, dann zwei Café-Gäste und am Ende einen Taxifahrer: Trotz vorgehaltener Pistole konnte ein 24-Jähriger am Donnerstagabend kein Geld erbeuten. Dann machte er einen Fehler, der zu seiner Festnahme führte.

Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

In einem Café am Hardenbergplatz in Berlin-Charlottenburg wollte ein junger Mann am Donnerstagabend die Kasse plündern - doch dann ging für den 24-Jährigen einiges schief. Laut Polizei bedrohte er gegen 22.40 Uhr eine Angestellte mit einer Pistole und forderte die Herausgabe der Tageseinnahmen. Ein 58-jähriger Taxifahrer ging beherzt dazwischen, wurde daraufhin seinerseits mit der Waffe bedroht, auch von ihm verlangte der 24-Jährige Geld.

Als der Taxifahrer sich weigerte, wandte der Räuber sich an eine 50-jährige Frau und versuchte, ihr die Umhängetasche zu entreißen. Doch die Dame hielt die Tasche so fest umklammert, dass der Mann schließlich aufgab und das Café verließ. Damit nicht genug: Nun stieg der glücklose Ganove in ein Taxi und bedrohte den 45-jährigen Fahrer - aber auch hier bekam er kein Geld.

Entnervt stieg der Mann wieder aus und flüchtete zu Fuß. Allerdings vergaß er auf der Rückbank des Taxis eine Sporttasche. Darin: ein Messer, ein Schlagstock und persönliche Dokumente. Damit war dem 24-Jährigen offenbar klar, dass die Ermittler ihm auf die Spur kommen würden. Noch am Abend rief er selbst die Polizei und ließ sich in einem Hotel am Hardenbergplatz festnehmen. Die Pistole entpuppte sich laut Polizei als Softairwaffe, verletzt wurde niemand. (tsp)

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