Berlin-Friedrichshagen : Frau stirbt nach Unfall mit Rangierlok

Eine Frau ist am Morgen ihren Verletzungen erlegen, nachdem eine Diesellok in der Nacht auf Höhe des Fürstenwalder Damms in Friedrichshagen ihr Auto erfasst hatte. Die Bahnstrecke blieb vier Stunden gesperrt.

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Das Fahrzeug wurde bei dem Aufprall fast völlig zerstört.
Das Fahrzeug wurde bei dem Aufprall fast völlig zerstört.Foto: dpa

Eine Notbremsung half nicht mehr: 400 Meter schleifte eine Rangierlok in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch einen Audi mit, der sich zwischen Friedrichshagen und Rahnsdorf auf dem Bahngleis befand. Der Lokführer hatte das Fahrzeug noch gesehen, als er gegen 2.30 Uhr in Richtung Frankfurt/Oder unterwegs war. Die Feuerwehr befreite eine eingeklemmte Frau aus dem schwer beschädigten Wagen. Am Morgen erlag sie in einem Krankenhaus ihren Verletzungen, wie Bundes- und Landespolizei mitteilten.

Der Unfall ereignete sich auf freier Strecke. Ein Bahnübergang befindet sich dort nicht. Entlang der Gleise unweit des Müggelsees verläuft lediglich der Fürstenwalder Damm. Wie der Wagen auf die Schienen geriet, ist bislang nicht bekannt.

Durch den Unfall war der Bahnverkehr in den frühen Morgenstunden erheblich beeinträchtigt. Die Regional- und Fernbahnstrecke war nach Angaben eines Bahnsprechers wegen der Rettungs- und Aufräumarbeiten bis 6.35 Uhr gesperrt. Insgesamt 14 Züge fielen aus, sechs davon Güterzüge. Im Personenverkehr waren Pendler zwischen Frankfurt/Oder und Brandenburg betroffen. Zudem war die S-Bahn der Linie S 3, die parallel zum Fernbahngleis verläuft, zwischen 4 und 5 Uhr unterbrochen. Ein Ersatzverkehr wurde eingerichtet. Auch später kam es noch zu Verzögerungen.

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