Berlin-Friedrichshain : Brandanschlag auf Baufahrzeuge

Vermutlich Linksextremisten haben in der Nacht zu Sonntag in Friedrichshain hohen Sachschaden bei einer Baufirma angerichtet. Die Täter zündeten einen Lastwagen an, doch die Flammen griffen auf eine Lagerhalle über.

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Vermutlich Linksextremisten haben in der Nacht zu Sonntag in Friedrichshain hohen Sachschaden bei einer Baufirma angerichtet. Sie zündeten gegen 4 Uhr früh in der Modersohnstraße einen Lastwagen mit Kran an, die Flammen griffen dann auf eine Lagerhalle der Firma über. Vier weitere Baufahrzeuge wurden beschädigt. Passanten hatten die starke Rauchentwicklung bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Während der Löscharbeiten mussten kurzzeitig die anliegenden Fernbahngleise der Stadtbahn gesperrt werden. Menschen wurden nicht verletzt. Der für politische Delikte zuständige Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Die Spandauer Fernmelde- und Gleisbaufirma LAT arbeitet unter anderem für die Deutsche Bahn, die BVG, den Siemens-Konzern und die Telekom. Alle diese Unternehmen waren in den letzten Jahren von zahlreichen Brandanschlägen betroffen. In der Modersohnstraße sitzt die „Projektgruppe Bahnen“ der Firma. Ob es ein Bekennerschreiben gibt, war bislang nicht bekannt. Im Mai 2011 hatten Linksextremisten nur einen Kilometer entfernt am Ostkreuz Kabel der Bahn angezündet, daraufhin war der Bahnverkehr und mehrere Telefonnetze über Stunden zusammengebrochen. Eine zuvor nicht bekannte Gruppe „Das Grollen des Eyjafjallajökull“ hatte sich in einem im Internet veröffentlichten wirren Pamphlet zu dem Anschlag bekannt.Ha

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