Berlin-Friedrichshain : Festnahme nach Überfall im Spätkauf

Vier Männer hatten in der Nacht zu Sonnabend einen Verkäufer mit einer Waffe bedroht, ausgeraubt und niedergeschlagen. Sie konnten wenig später festgenommen werden.

Foto: dpa/Patrick Pleul
Foto: dpa/Patrick Pleul

Nach einem Überfall auf einen Spätkauf in Friedrichshain sind vier junge Männer vorläufig festgenommen worden. Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Maskierter gegen 0.20 Uhr den Laden in der Petersburger Straße betreten und einen Verkäufer mit einer Schusswaffe bedroht haben, woraufhin es zwischen den beiden zu einem Gerangel kam. Dabei schlug der Verdächtige dem 31 Jahre alten Angestellten mit dem Griff der Waffe gegen den Kopf.

Zeitgleich betraten drei weitere Maskierte das Geschäft, warfen eine Flasche auf den Boden und durchwühlten die Zigarettenauslage und den Tresen. Anschließend flüchteten die vier Männer in die Mühsamstraße und dann weiter in die Richard-Sorge-Straße, wobei sie von Zeugen beobachtet wurden. Zwischenzeitlich alarmierte Polizeibeamte nahmen in der Mühsamstraße aufgrund einer Personenbeschreibung zunächst einen 20-Jährigen vorläufig fest.

Ein weiterer Zeuge hatte einen Flüchtenden dabei beobachtet, wie dieser in einem Wohnhaus in der Richard-Sorge-Straße verschwand. Der Festgenommene hatte den Polizeibeamten zudem gesagt, dass sich sein Ausweis bei einem Bekannten in der Richard-Sorge-Straße befände. So ließ sich die Wohnung ermitteln, in der die drei Komplizen vermutet wurden.

Polizeibeamte umstellten das Wohnhaus und warteten auf das Eintreffen des SEK, als nacheinander zwei Komplizen des Festgenommenen aus der betreffenden Wohnung kamen. Zur Festnahme des dritten Mannes mussten die Beamten des SEK in die Wohnung eindringen und nahmen ihn dort fest. Bei den drei Festgenommenen handelt es sich um einen 18-Jährigen und zwei 20 Jahre alte Männer. In der Wohnung fanden die Polizisten Zigarettenschachteln und eine Kasse, die offenkundig aus dem überfallenen Laden stammten.

Während ein 20-Jähriger und der 18-Jährige bereits bei der Polizei bekannt sind, sind die anderen beiden 20-Jährigen polizeilich noch nicht oft in Erscheinung getreten. Die Kopfplatzwunde des Spätkaufmitarbeiters musste in einem Krankenhaus behandelt werden. Anschließend konnte er dieses wieder verlassen. (Tsp)

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