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Berlin-Friedrichshain : Warschauer Straße und S-Bahn nach Bombenalarm wieder frei

Drei Stunden hat ein verdächtiger Rucksack auf dem Bahnhof Warschauer Straße am Sonntag den S-Bahnverkehr massiv behindert. Von 11.50 Uhr bis 13.30 war der Verkehr zwischen Lichtenberg und Warschauer Straße eingestellt und die Brücke über die Gleise gesperrt.

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Eine S-Bahn in Berlin.
Eine S-Bahn in Berlin.Foto: dpa

Entdeckt wurde der Rucksack um 10.30 Uhr. Seit 10.45 Uhr hielten die Züge nicht mehr am Bahnhof. Zunächst wurde ein Sprengstoffspürhund eingesetzt, sagte ein Sprecher der Bundespolizei. Anschließend wurde ein Entschärfungskommando angefordert und der Verkehr auf der wichtigen Strecke dann komplett eingestellt. Die Tasche sei "untypisch" abgestellt, begründete der Sprecher, ein Fahrgast konnte sie nicht einfach vergessen haben: Denn der Rucksack stand auf einem Kabelschacht neben dem Bahnsteiggleis. Direkt daneben befinden sich zudem zwei elektrische Verteilerkästen. Nachdem der Einsatz des Spürhundes keine Klarheit brachte, wurde der Rucksack von Spezialisten geröngt. Da das erste Bild keine Klarheit brachte, musste die Prozedur wiederholt werden. Letztlich stellte sich gegen 13.25 Uhr heraus, dass in dem Rucksack drei etwa 25 Zentimeter lange Röhren, eine Flasche Kontaktlinsenreiniger und die Fernbedienung einer Playstation waren, alles ungefährliche Gegenstände. Hinweise auf den Besitzer des Rucksacks gibt es bislang nicht. Er soll nun kriminaltechnisch untersucht werden. Die Frage, ob der Rucksack dort absichtlich abgestellt wurde, kann bislang nicht beantwortet werden. Betroffen waren tausende Fahrgäste, darunter auch Fans von Union, die zum Spiel gegen Kaiserslautern in der Alten Försterei wollten. Nach Freigabe der Strecke kam der Verkehr nur unregelmäßig wieder in Gang, viele Züge waren verspätet, einige fielen ganz aus.

Die S-Bahn hatte die Fahrgäste zunächst gebeten, zur Umfahrung zwischen Lichtenberg und Frankfurter Allee/ Alexanderplatz die U-Bahnlinie 5 zu nutzen.

Zusätzlich wurde gegen 13 Uhr zwischen Lichtenberg und Ostbahnhof ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

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