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Berlin-Gesundbrunnen : Schüler versprüht Pfefferspray in Schule: 23 Verletzte

An der Albert-Gutzmann-Schule versprühte am Montagmorgen offenbar ein 15-Jähriger Reizgas. 23 Menschen wurden verletzt, darunter 18 Schüler.

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Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Bei einer Reizgasattacke sind am Montagvormittag an der Albert-Gutzmann- Schule in Gesundbrunnen 23 Personen verletzt worden. 15 Schüler wurden in umliegenden Krankenhäusern behandelt. Drei weitere Schüler und vier Lehrer wurden vor Ort behandelt. Auch eine Polizistin klagte nach dem Einsatz über starke Kopfschmerzen und Augenreizungen. Zunächst war von 22 Verletzten die Rede.

Wie die Polizei mitteilte, waren die Schüler mit ihren Lehrern gegen 9.30 Uhr auf dem Rückweg von einer Hofpause. Noch im Erdgeschoss des Gebäudes klagten die ersten über Augenbeschwerden und über Reizhusten, woraufhin Lehrer Feuerwehr und Polizei alarmierten. Der Bereich wurde gesperrt, 80 Kinder erhielten in anderen Räumen ersatzweise Unterricht. Betroffen waren zwei Willkommensklassen sowie mehrere Grundschulklassen.

Wie die weiteren Ermittlungen ergaben, hatte offenbar ein 15-jähriger Schüler in dem Gebäude wahl- und ziellos mit Pfefferspray um sich gesprüht. Polizisten suchten ihn in seiner Wohnung auf, wo er ihnen eine Dose Pfefferspray übergab. Er war bislang noch nicht einschlägig bei der Polizei bekannt. Die Albert-Gutzmann-Schule beherbergt eine Grundschule, ein sonderpädagogisches Förderzentrum im Bereich Sprache sowie zehn Willkommensklassen, die sich an Flüchtlingskinder richten.

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