Berlin-Hakenfelde : Nach Fahndung: Gesuchte Straßenräuber stellen sich

Erfolg für die Polizei: Die beiden 18-Jährigen, die im Oktober einen Mann in Hakenfelde verfolgt, niedergeschlagen und ausgeraubt haben, haben sich gestellt.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Fahndungserfolg für Berlins Polizei: Die beiden Männer, die seit Mittwoch per Öffentlichkeitsfahndung gesucht wurden, haben sich gestellt. Es handelt sich um zwei 18-Jährige. Sie räumten ein, am 29. Oktober einen 21-Jährigen beraubt zu haben.

Das Opfer und die beiden Täter waren sich an einer Bushaltestelle am Rathaus Spandau begegnet. Sie stiegen gemeinsam in einen Nachtbus der Linie N34 und fuhren nach Hakenfelde. Als das Opfer an der Bushaltestelle Rauchstraße ausstieg, hefteten sich die beiden Kriminellen an seine Fersen.

Überfall vor der eigenen Haustür

Sie folgten dem 21-Jährigen in die Cautiusstraße. Es war 1.45 Uhr. Die Männer forderten den 21-Jährigen zum Stehenbleiben auf. Dieser ignorierte die Aufforderung und versuchte zu entkommen. Nach einer kurzen Verfolgung holte ihn einer der Täter vor der Haustür ein, packte ihn und forderte sein Mobiltelefon und seine "Beats"-Kopfhörer. Dann setzte es direkt einen Faustschlag ins Gesicht.

Der 21-Jährige taumelte durch die Wucht des Schlages zurück. Kurz daraufhin wurde dem Mann auch noch von hinten ins Kreuz getreten. Er stürzte zu Boden.

Die Räuber versetzten dem Hilflosen einen weiteren Tritt, dann nahmen sie ihm die Kopfhörer ab. Hinterher rannten die Täter davon. Der Überfallene trug Blessuren im Gesicht, am Arm und am Bein davon. Er konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Behandlung wieder verlassen.

Die Polizei sucht nach zweieinhalb Monaten nach den Tätern. Am Mittwochvormittag wurde ein Bild einer Überwachungskamera veröffentlicht, die aus dem Nachtbus N34 stammt. Die Aufnahme soll die beiden Täter zeigen. Wer die Männer kennt oder weiß, wo sie sich aufhalten: Zeugen können sich bei der Kriminalpolizei unter (030) 4664 273 115, außerhalb der Bürozeiten auch unter (030) 4664 271 010 melden.

Die Täter werden von der Polizei wie folgt beschrieben:

Einer der Männer soll Anfang bis Mitte 20 sein, er ist vermutlich Osteuropäer und sprach Deutsch sowohl mit Akzent. Er soll etwa 1,70 Meter groß und schmächtig sein. Er hat markante, knochige Gesichtszüge und dunkle Augen. Angezogen war er mit einer dunklen Jogginghose und einem langärmligen Oberteil. Er trug ein dunkelblaues Basecap der Firma "Nike" mit einem silbernen Firmenlogo.

Der andere Räuber soll noch einige Jahre jünger als sein Komplize sein, er wird auf 18 bis 23 geschätzt. Er soll laut Polizei "vermutlich Südländer" sein und sprach ebenfalls Deutsch mit Akzent. Der zweite Täter soll etwas größer als sein Begleiter sein; er ist von schlaksiger Statur. Die dunklen Haaren waren an den Seiten kurz geschnitten, ansonsten waren sie lockig. Er war mit einer überlange schwarze Jacke mit Karostepp bekleidet.

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