Berlin-Hellersdorf : Vietnamese bei Streit schwer verletzt

Ein Mann wird bei einem Streit schwer verletzt. War es eine fremdenfeindliche Tat? Zeugen widersprechen sich.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Polizisten wurden Freitagabend nach Hellersdorf zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gerufen, bei der ein junger Mann schwer verletzt wurde. Nach den bisherigen Ermittlungen und unterschiedlichen Zeugenaussagen gerieten gegen 18.30 Uhr drei Männer, die Einkaufstaschen bei sich hatten, und ein 19-Jähriger in der Hellersdorfer Straße / Cecilienstraße in einer Grünanlage aneinander. Worum es bei dem Streit ging ist bisher unbekannt. Bei der Auseinandersetzung erlitt der 19-Jährige eine Stichverletzung an der Schulter sowie mehrere Platzwunden am Kopf. Rettungskräfte der Feuerwehr brachten ihn in ein Krankenhaus, wo er aufgrund des hohen Blutverlustes sofort ärztlich versorgt werden musste. Lebensgefahr besteht nicht. Von den drei anderen im Alter von 45, 37 und 24 Jahren, die vorläufig festgenommen wurden, erlitt der Jüngste eine Kopfverletzung. Eine ärztliche Behandlung lehnte er ab. Eine 14-jährige Zeugin gab gegenüber den Polizisten vor Ort an, dass sie gehört hätte, wie der 37-Jährige einen fremdenfeindlichen Ausruf in Richtung des jungen Mannes, der in Vietnam geboren wurde, getätigt habe. Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden die Festgenommenen entlassen. Die Ermittlungen zu der wechselseitigen gefährlichen Körperverletzung mit vermeintlich fremdenfeindlichem Hintergrund führt der Polizeiliche Staatsschutz.

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