Berlin-Kreuzberg : Flüchtling löst vier Polizeieinsätze in besetzter Schule aus

Ein renitenter Flüchtling hat innerhalb von 36 Stunden gleich vier Polizeieinsätze in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg ausgelöst.

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Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Der 29-Jährige ist mittlerweile Stammkunde bei der Polizei. Es begann am Mittwoch gegen 23 Uhr. Der Sudanese streitet in der besetzten Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg mit einem anderen Flüchtling, wirft dessen Mobiltelefon auf den Boden. Die Polizei wird alarmiert, die Beamten nehmen eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung auf - und gehen wieder. Eine halbe Stunde später holt der Sicherheitsdienst der Schule erneut die Polizei, weil der Sudanese nun auf einen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes eingeschlagen und diesen an der Hand verletzt hatte. Die Beamten fahren wieder in die Schule, schreiben eine Anzeige wegen Körperverletzung.

Flüchtling kündigt nächste Tat sofort an

Da er ankündigt, den verletzten Wachmann weiterhin attackieren zu wollen wird er vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die Nacht verbringt er in der Gefangenensammelstelle, in der Frühe wird er frei gelassen. Am Donnerstagabend taucht er allerdings wieder in der Schule an der Ohlauer Straße auf. Da der Sicherheitsdienst des Bezirksamtes nach der Attacke aus der Nacht zuvor ein Hausverbot verhängt hatte, wird um 21.45 Uhr sofort die Polizei gerufen. Da er "nicht kooperiert", wie es im Präsidium heißt, wird er von der Polizei aus dem Gebäude rausgeführt. Da er sofort wieder reinrennt, wird er erneut in Gewahrsam genommen. Auch diese Nacht verbringt er in der Gefangenensammelstelle, wieder wird er morgens frei gelassen.

Am Freitag nun der vierte Polizeieinsatz

Bis zu Polizeieinsatz Nummer 4 dauert es nur wenige Stunden. Gegen 11 Uhr ruft der Sicherheitsdienst wieder die Polizei, da der Sudanese wieder in der Schule ist. Wieder begleiten ihn die Beamten aus der Schule, festgenommen wird er nicht. Die nicht mehr genutzte Schule an der Reichenberger Ecke Ohlauer Straße war im Dezember 2012 von Flüchtlingen besetzt worden, der Bezirk bezahlt wegen der vielen Streitereien einen privaten Wachschutz für das Gelände. Seit der Besetzung hat es Dutzende Polizeieinsätze gegeben. In den vergangenen Monaten hatte es Dutzende Polizeieinsätze in der Schule gegeben, schlimmer Höhepunkt war die tödliche Messerattacke auf einen Marokkaner im Streit um die Dusche Ende April.

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