Berlin-Lichterfelde : Fünf Verletzte bei Schlägerei im Flüchtlingsheim

Zwölf Flüchtlinge haben sich Montagnacht in ihrer Unterkunft am Ostpreußendamm eine Schlägerei geliefert. Fünf Menschen wurden verletzt, zwei kamen ins Krankenhaus.

von
Foto: dpa/Patrick Pleul

Erst gab es Streit, dann flogen die Fäuste: Zwölf Bewohner der Flüchtlingsunterkunft am Ostpreußendamm haben in der Montagnacht aufeinander eingeprügelt. Zwei Männer mussten ihre Verletzungen im Krankenhaus behandeln lassen, drei weitere wurden leicht verletzt. Weshalb die Schlägerei ausbrach, ist laut Polizei noch völlig unklar. "Bei der Befragung der Beteiligten gab es erhebliche Verständigungsschwierigkeiten", hieß es bei der Polizei.

Die Schlägerei war um 23 Uhr ausgebrochen. Zwei Gruppen von Männern aus dem arabischen Raum gingen aufeinander los. Dabei sollen nach Aussage der Beteiligten auch Bierflaschen und Messer zum Einsatz gekommen sein.

Bei der Auseinandersetzung wurden fünf Beteiligte im Alter zwischen 14 und 37 Jahren verletzt. Nach Angaben der Polizei hatten die Männer Kopfplatzwunden, Hämatome im Gesichtsbereich und Prellungen erlitten. Ein Mann trug eine eine oberflächliche Schnittverletzung im Gesicht davon. Der 14-Jährige und der 37-Jährige wurden ins Krankenhaus gebracht. Nach einer ambulanten Behandlung wurden die beiden wieder entlassen.

Die Polizei ermittelt gegen mehrere Beteiligte wegen gefährlicher Körperverletzung.

Vor zwei Wochen hatte sich im gleichen Heim am Ostpreußendamm ein homophober Übergriff auf zwei Männer ereignet. Das Paar waren wegen seiner sexuellen Orientierung von drei Mitbewohnern attackiert worden.

In dem Containerdorf am Ostpreußendamm sind nach Angaben der Senatssozialverwaltung 288 Flüchtlinge untergebracht. Eigentlich ist das Containerdorf für Flüchtlinge vorgesehen, die als "besonders schutzbedürftig" gelten – zum Beispiel alleinerziehende Mütter und Schwangere. Laut einer Sprecherin waren zuletzt aber mangels Platz auch Flüchtlinge im Containerdorf untergekommen, die erst kurz in Berlin sind. Der Streit soll unter diesen Neuankömmlingen ausgebrochen sein. Um neue Gewalt zu verhindern, wurde eine der Gruppen umquartiert.

Autor

20 Kommentare

Neuester Kommentar