Berlin-Mahlsdorf : Rechte Aktivisten verhängen Büro des Sozialsenators

In der Nacht zu Donnerstag wurde das Wahlkreisbüro des Sozialsenators Mario Czaja mit einem Plakat mit der Aufschrift "Nein zum Heim" verhängt. Die Täter kommen vermutlich aus dem Umfeld der rechten "Bürgerbewegung Hellersdorf".

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Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild) Foto: dpa/Archiv
Ein Polizeiwagen im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Der Sozialsenator bestätigte am Freitagmittag, dass es in der Nacht zu Donnerstag zu einem Übergriff auf sein Wahlkreisbüro gekommen ist. Unbekannte spannten ein großformatiges schwarzes Plakat mit der weißen Aufschrift "Nein zum Heim" quer über die Eingangstür des Büros; Fenster und Türen wurden mit Aufklebern mit der gleichen Parole beklebt. Das Wahlkreisbüro liegt ebenerdig in einem ehemaligen Ladenlokal in der Fritz-Reuter-Straße in Mahlsdorf. "Ich wurde spät in der Nacht darüber informiert, dass im Netz ein Foto aufgetaucht ist", so Czaja. Das Foto wurde auf der Facebookseite der rechten "Bürgerbewegung Hellersdorf" veröffentlicht, die seit Monaten gegen das Flüchtlingsheim in der Carola-Neher-Straße - und gegen Czaja - mobilisiert. Czaja sei "der Hauptverantwortliche für das Asyldesaster in ganz Berlin", schreiben die anonymen Seitenbetreiber dazu. Die Polizei bestätigte am Freitagmittag, dass der Übergriff am Donnerstagmorgen gegen 9.20 Uhr angezeigt wurde. Das Plakat wurde von der Polizei sichergestellt.

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