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Berlin-Marienfelde : Zweifache Mutter von Ex-Partner niedergestochen

In der Nacht zu Mittwoch ist eine zweifache Mutter in ihrer Wohnung niedergestochen worden. Dringend tatverdächtig ist der Vater der Kinder. Er hat sich der Polizei gestellt.

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Vor der Tat sollen sich das 34-jährige Opfer und der 58-jährige mutmaßliche Täter gestritten haben - die genauen Hintergründe des Streits waren am Mittwochnachmittag aber noch unklar. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Polizei ereignete sich die Tat gegen 1.20 Uhr in der Wohnung der 34-Jährigen in der Marienfelder Allee. Die Frau sei durch drei Stiche in Bauch, Arm und Rücken schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit - Lebensgefahr habe aber zu keinem Zeitpunkt bestanden. Die 34-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und operiert. Derzeit erholt sie sich von ihren Stichverletzungen.

Zum Zeitpunkt der Tat hielten sich auch die Kinder der Frau in der Wohnung auf - ein zehnjähriges Mädchen und ein sechsjähriger Junge. Nach Angaben eines Polizeisprechers gibt es derzeit keine Hinweise darauf, dass die Kinder die Tat mit ansehen mussten. Sie wurden auf Wunsch der Mutter zu einem Bekannten der Familie gebracht.

Mutmaßlicher Täter ist der 58-jährige ehemalige Lebensgefährte der Frau. Er ist auch der Vater der Kinder. Als die Beamten am Tatort eintrafen, hatte er die Wohnung bereits verlassen. Die Tatwaffe hatte er in der Wohnung zurückgelassen. der 58-Jährige stellte sich am Mittwochmorgen um 7 Uhr auf einem Schöneberger Polizeiabschnitt und erklärte nach Angaben der Polizei, er sei zum Tatzeitpunkt in der Wohnung gewesen. Er wurde unter dringendem Tatverdacht festgenommen und soll am Donnerstag einem Ermittlungsrichter zum Erlassen eines Haftbefehls vorgeführt werden. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Der Fall ist das dritte schwere Gewaltverbrechen binnen eines Monats, dass sich im familiären Umfeld ereignete. Am 6. Mai sprang ein 46-Jähriger von einem Hochhaus in der Einbecker Straße in Lichtenberg in den Tod; zuvor hatte er seine Lebensgefährtin und ihren zehnjährigen Sohn getötet. Am 11. April wurde der 57-jährige Filmregisseur Fritzkarl S. in der Herderstraße in Charlottenburg von seinem 21-jährigen Sohn erschlagen. Der psychisch labile Täter wartet nun in der forensischen Psychiatrie auf sein Gerichtsverfahren.

 

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