Berlin-Marzahn : Häftling liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

Zivilpolizisten haben sich am Mittwochabend eine Verfolgungsjagd mit einem 29-Jährigen geliefert, nachdem dieser vor einer Kontrolle geflüchtet war. Es stellte sich heraus, dass der Mann eigentlich im Gefängnis sein sollte.

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Foto: dpa

Kurz vor 20 Uhr war der Zivilstreife ein Auto aufgefallen, das durch die Märkische Allee fuhr. Eine Überprüfung der Nummernschilder ergab laut Polizei, dass diese als gestohlen gemeldet worden waren. Daraufhin entschieden sich die Polizisten, den Fahrer zu kontrollieren. Als sie ihn auf Höhe der Franz-Stenzer-Straße überprüfen wollten, ignorierte der Fahrer das Haltesignal und gab Gas.

Der Mann fuhr mit dem Wagen in die Basdorfer Straße und stieß dort gegen ein geparktes Auto. Er entschied sich dazu, das Auto aufzugeben und die Flucht zu Fuß fortzusetzen. Er konnte schließlich auf dem Gelände einer Kindertagesstätte festgenommen werden.

Als die Polizisten den Mann - wie ursprünglich geplant - einer Kontrolle unterzogen, stellte sich heraus, dass der 29-Jährige gleich mehrere Gründe hatte, um vor den Beamten zu flüchten: Der 29-Jährige war nicht nur mit gestohlenen Nummernschildern unterwegs, sondern er hatte zudem keinen Führerschein. Außerdem war sein Auto nicht versichert. Die Beamten vermuten weiterhin, dass der Mann bei seiner Festnahme unter Drogeneinfluss stand.

Schließlich mussten die Beamten auch noch feststellen, dass der Mann eigentlich im Gefängnis hätte sein sollen: Er saß als Häftling im offenen Vollzug und war nach einem Ausgang im November 2013 nicht ins Gefängnis zurückgekehrt. Seitdem war er bei der Polizei zur Fahndung ausgeschrieben. Er wurde der Justiz überstellt.

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