Berlin-Mitte : BVG-Mitarbeiter auf U-Bahnhof Friedrichstraße verprügelt

Am Freitagmorgen wurden zwei BVG-Mitarbeiter von drei jungen Männern mit Schlägen und Tritten verletzt. Zuvor hatten die Männer die Weiterfahrt einer U-Bahn verhindert. Sie wurden festgenommen.

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Die BVG-Mitarbeiter im Alter von 52 und 53 Jahren hatten die drei jungen Männer um kurz nach 5 Uhr morgens angesprochen, weil sie auf dem Bahnsteig der U-Bahnlinie U 6 rauchten. Die BVG-Mitarbeiter forderten die drei Männer im Alter zwischen 21 und 23 Jahren auf, ihre Zigaretten auszumachen - daraufhin wurden sie von dem Trio zunächst beleidigt.

Derweil war eine U-Bahn auf dem Weg nach Tegel in den Bahnhof eingefahren. Das Trio hielt die Waggontüren mit Gewalt offen und verhinderten so die Weiterfahrt des Zuges. Laut Polizei sprachen die BVG-Mitarbeiter die Männer deshalb "auf ihr rücksichtsloses Verhalten" an. Das nahmen die drei Männer zum Anlass, um auf die BVG-Mitarbeiter loszugehen und sie zu verprügeln.

Der genaue Verlauf der nun folgenden Auseinandersetzung ist laut Polizei zum Teil noch unklar. Einer der mutmaßlichen Täter rammte dem 52-Jährigen sein Knie ins Gesicht und schubste ihn kurz darauf eine Treppe hinunter - dies würde bedeuten, dass sich die Auseinandersetzung zwischenzeitlich vom Bahnsteig auf die Zwischenebene des Bahnhofs verlagert hätte. Der 52-Jährige musste mit dem Verdacht auf Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden. Der 53-Jährige kam mit Schürfwunden am Schienbein und am Handrücken davon.

Anschließend flüchtete das Trio aus dem Bahnhof und stieg in einen Bus der Linie 147. Die Polizei stoppte den Bus an der Haltestelle Friedrichstraße/Ecke Leipziger Straße. Die Tatverdächtigen wurden festgenommen. Alle drei erhielten Strafanzeigen wegen gefährlicher Körperverletzung. Bei einem der Tatverdächtigen wurden die Personalien aufgenommen, er durfte dann nach Hause gehen. Die beiden anderen wurden auf einem Polizeirevier erkennungsdienstlich behandelt und dann wieder auf freien Fuß gesetzt.

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