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Berlin-Mitte : Flucht vor der Polizei: Sieben Autos demoliert

Ein Autofahrer ist Freitagnacht vor einer Polizeikontrolle an der Chausseestraße geflohen. Die Flucht endete mit einem Unfall in der Swinemünder Straße. Kommende Woche twittert die Polizei zum Thema Verkehr.

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Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)
Die Polizei im Einsatz. (Symbolbild)Foto: dpa/Archiv

Auf der Flucht vor der Polizei durch Mitte hat ein Autofahrer in der Freitagnacht einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Nachdem er - teils mit ausgeschaltetem Licht - über mehrere rote Ampeln gerast war, krachte der 22-Jährige mit seinem 3er BMW an der Swinemünder Straße in mehrere geparkte Autos. Der Unfallfahrer brach sich bei der Kollision den Arm, seine 15 Jahre alte Beifahrerin wurde leicht verletzt.

Das Duo war gegen 23.30 Uhr an der Ecke Chausseestraße/Liesenstraße in eine Polizeikontrolle geraten. Der 22-Jährige umfuhr die Kontrolle und versuchte zu fliehen. Der Mann sei bemüht gewesen, "das ihn nun verfolgende Polizeifahrzeug abzuhängen", heißt es im Polizeibericht. Später stellte sich heraus, dass er gar keinen Führerschein hatte.

Der Mann wollte über die Swinemünder Straße nach Gesundbrunnen entkommen. Kurz vor der Swinemünder Brücke verlor er die Kontrolle über seinen BMW und rammte die Autos am Straßenrand. Sieben geparkte Autos seien "erheblich demoliert" worden, so die Polizei. Zur Höhe des Sachschadens konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Polizei startet am Montag Aktion #8geben

In der kommenden Woche startet die Berliner Polizei im Netz eine Informationskampagne zum Thema Verkehrssicherheit. Auf dem Einsatzkanal der Polizei bei Twitter @PolizeiBerlin_E werden ab Montagvormittag 11 Uhr alle Verkehrsunfälle getwittert, bei denen es Verletzte gab. Demnach gab es im letzten Jahr allein in Berlin 138.000 Verkehrsunfälle; alle dreißig Minuten verunglückt ein Mensch im Straßenverkehr.

Man wolle vermitteln, dass man durch "ein Umdenken und ein Ändern der eigenen Verhaltensweisen sowie das Akzeptieren und Anwenden der straßenverkehrsrechtlichen Bestimmungen die Zahl der Verkehrsunfälle verringern kann", so die Polizei bei der Ankündigung der Aktion am Donnerstag. Auch sollen Fotos von Unfallstellen gezeigt werden, um die "Bevölkerung möglichst authentisch die Folgen eines schweren Verkehrsunfalls" nachempfinden zu lassen.

An der Aktion nehmen auch die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg teil. Die Städte München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Bremerhaven sind ebenfalls mit dabei. Die Aktion unter dem Hashtag #8geben läuft bis zum Freitag, den 24. April.

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