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Berlin-Mitte : Gewalt am Alexanderplatz - scharfe Kritik der CDU

Prügelei am hellichten Tag: Drei Betrunkene schlagen aufeinander ein, am Ende bleibt ein 37-Jähriger liegen. Zwei Männer festgenommen.

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Tatort Alex - immer wieder.
Tatort Alex - immer wieder.Symbolfoto: dpa

Polizisten haben am Wochenende einen Schwerverletzten am Alexanderplatz entdeckt. Zuvor hatte es eine Auseinandersetzung gegeben. Zeugenangaben zufolge soll der 37-Jährige am Sonnabend gegen 15 Uhr mit zwei Männern, im Alter von 30 und 44 Jahren, in Streit geraten sein, in dessen Verlauf der 37-Jährige durch Tritte verletzt wurde. Das gab die Polizei am Sonntagmorgen bekannt. Alarmierte Rettungskräfte brachten ihn in eine Klinik, wo er stationär aufgenommen wurde. Polizisten nahmen die Tatverdächtigen fest und brachten sie zu einer Gefangenensammelstelle. Alle drei waren stark alkoholisiert. Die Ermittlungen zur gefährlichen Körperverletzung übernahm die Kriminalpolizei der Direktion 3.

SPD: "Stagnierend hohes Gewaltniveau am Alexanderplatz"

Erst wenige Tage zuvor hatte der SPD-Abgeordnete Tom Schreiber über ein "stagnierend hohes Gewaltniveau" geklagt.  Im ersten Quartal des Jahres wurden bereits 180 solcher Vorfälle zwischen Weltzeituhr und Fernsehturm angezeigt, darunter 131 Körperverletzungen.

CDU-Innenexperte Dregger: "Er hat's endlich begriffen"

Unterstützung bekommt Schreiber von Burkard Dregger. Der CDU-Innenpolitiker schreibt.: "Der SPD- Innenpolitiker Tom Schreiber wirft seiner Partei im Tagesspiegel angesichts der steigenden Zahl von Gewalttaten am Alexanderplatz "Realitätsverweigerung" vor. Die SPD gebe die Sicherheit auf unseren Plätzen preis, weil Sie zum wirksamen Ausbau der Videoüberwachung nicht bereit sei. Recht hat Herr Schreiber.." Und weiter: "Er hat endlich begriffen, wie wichtig der von der CDU geforderte Ausbau der Videoüberwachung an den Kriminalitätsschwerpunkten dieser Stadt ist. Die SPD hingegen ist aus ideologischer Verblendung nicht bereit, der Polizei die notwendigen Befugnisse zu geben, um die hohe Kriminalitätsrate zu senken und die niedrige Aufklärungsquote zu steigern." Weiter: "Der anlassunabhängige und konsequente Einsatz von Videoüberwachung ist notwendig, um Straftaten vorzubeugen. Und sie eröffnet die Chance, jede Straftat aufzuklären. Das zeigen die Erfahrungen aus anderen Ländern und unserer BVG."

"Wir dürfen die Sicherheit auf den Plätzen nicht aufgeben“, hatte Schreiber und macht sich erneut für Videoüberwachung stark. Dass die Mehrheit der rot-rot-grünen Koalition gerade das ablehnt, störe ihn nicht, hatte er gesagt. „Über kurz oder lang werden wir die Videoüberwachung im öffentlichen Raum haben“, sagt er und wirft seinen eigenen Parteifreunden eine „Realitätsverweigerung“ vor, die Konsequenzen habe. „Die SPD wird auch wegen ihrer Innenpolitik die Wahl in Nordrhein-Westfalen verlieren“, prognostiziert Schreiber. - mehr lesen Sie unter diesem Tagesspiegel-Link.. 

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