Berlin-Mitte : Punks attackieren jüdische Schüler

Erst beschimpften die Männer Jugendliche der Jüdischen Oberschule mit antisemitischen Parolen, dann feuerten sie ihren Hund an zu einer Verfolgungsjagd. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

Die fünf Schüler, von denen drei jüdischen Glaubens sind,  befanden sich gestern auf dem Heimweg als sie plötzlich von den Punks verbal angegriffen wurden. An der Ecke Oranienburger Straße/Ecke Große Hamburger Straße beschimpften die vier Männer die Schüler mit antisemitischen Parolen.

Anschließend hetzten sie einen ihrer Hunde auf die Jugendlichen. Ein 15-Jähriger rettete sich vor dem aggressiven Tier in einen Bäckerladen. Der Hund ließ erst von ihm ab, als dieser die Tür schließen konnte. Zeugen, die den Fall beobachtet hatten, riefen sogleich die Polizei.

Bei den Punks handelt es sich um zwei 27-jährige und einen 31-jährigen Mann, die optisch gesehen der Punk-Szene zugeschrieben werden, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Sie werden heute dem Richter vorgeführt, der über einen Haftbefehl entscheiden wird.  Der Hund wurde beschlagnahmt und in einem Tierheim untergebracht. Alle Schüler blieben unverletzt.  (liv)

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