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Berlin-Mitte : Staatsschutz ermittelt nach Attacke am Alexanderplatz

Am Alexanderplatz wurde eine Frau von zwei Männer attackiert. Jetzt ermittelt der Staatsschutz und die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Fernsehturm am Alex gesehen von der Panoramastraße aus.
Fernsehturm am Alex gesehen von der Panoramastraße aus.Foto: Thilo Rückeis

Nach der brutalen Attacke auf eine 24-Jährige am Alexanderplatz hat der Staatsschutz der Polizei die Ermittlungen übernommen. Die Fahnder schließen demnach eine politisch motivierte Tat nicht aus – die Verletzte ist lesbisch. Die Frau wurde wie berichtet am Sonntagmorgen gegen 4.50 Uhr schwer verletzt in der Panoramastraße von alarmierten Einsatzkräften aufgefunden. Wegen eines Kieferbruchs und Verletzungen am Kopf und im Gesicht wurde sie in ein Krankenhaus gebracht. Dort liegt sie nach wie vor und ist nicht vernehmungsfähig. Der Täter ist weiterhin auf der Flucht.

Zunächst gingen die Ermittler von zwei Angreifern aus, inzwischen sei aber klar, dass ein Mann und eine Frau den mutmaßlichen Täter lediglich begleitet hatten. An der Tathandlung sollen sie nicht beteiligt gewesen sein, war am Dienstag von der Polizei zu erfahren. Wer den Notruf wählte und ob es Videoaufnahmen von der Attacke gibt, wollte eine Sprecherin aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht sagen. Inzwischen hat sich jedoch der Staatsschutz des Landeskriminalamts eingeschaltet. Dort wird derzeit geprüft, ob der Angriff einen homophoben Hintergrund hat.

Zeugen werden gesucht

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Hilfe und fragt, wer den Vorfall beobachtet hat oder sachdienliche Hinweise zur Aufklärung der Tat geben kann. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (030) 4664 953 100 zu melden.

Zuletzt war es am 9. März zu einer gewaltvollen Auseinandersetzung am Alexanderplatz, der als Kriminalitätsschwerpunkt gilt, gekommen. Damals wurde ein 21-Jähriger vermutlich durch einen Messerstich am Hinterkopf verletzt. Als der Angreifer in Richtung U-Bahnhof flüchtete, verfolgte ihn der Verletzte zunächst, brach dann aber blutend am Eingang des Bahnhofs zusammen.

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