Berlin-Mitte : Tatverdächtiger von Polizistin wiederbelebt

Nur unter Protest stieg ein unter Alkoholeinfluss stehender Mann am Samstagabend in das Auto der Polizei. Während des Transports zur Gefangenensammelstelle sank der 45-Jährige leblos zusammen und musste reanimiert werden.

Gegen 20.15 Uhr geriet am Samstagabend ein unter Alkoholeinfluss stehende Mann auf einem Parkplatz in der Drontheimer Straße in Berlin-Mitte mit einem ebenfalls alkoholisierten 42-Jährigen in Streit. Er schlug ihn nieder und trat ihm mehrmals gegen den Kopf. Zeugen alarmierten die Polizei, die die Männer voneinander trennte. Eine Polizistin leistete Erste Hilfe bei dem 42-Jährigen, der eine Kopfplatzwunde erlitten hatte. Einen Transport ins Krankenhaus habe er laut Polizei abgelehnt.

Der 45-Jährige sollte zur Gefangenensammelstelle gebracht werden, um die Personalien zu prüfen. Papiere habe er nicht dabei gehabt. Doch beim Einsteigen wehrte sich der Mann, "versuchte sich aus den Haltegriffen der Polizisten zu lösen und gegen die Fahrzeugtür zu stemmen", wie die Polizei berichtet. Auch während der Fahrt habe er mehrfach versucht, sich zu befreien. Gleichzeitig habe er die Beamten beschimpft. "Auf Höhe Müller- Ecke Fennstraße verstummte er plötzlich", erklärt die Polizei weiter. Weil kein Lebenszeichen mehr festzustellen war, alarmierten die Polizisten einen Notarzt. Sie zogen den Mann aus dem Wagen und legten ihn auf den Gehweg. Nachdem weiter keine Vitalfunktionen festzustellen waren, begann eine Polizistin mit der Wiederbelebung. "Schon nach kurzer Herzdruckmassage setzte die Atmung des Mannes wieder ein", so die Polizei.

Sanitäter aus einem zufällig vorbeikommenden Rettungswagen übernahmen weitere Maßnahmen und alarmierten den Notarzt. Auf dem Weg ins Krankenhaus musste der 45-Jährige im Notarztwagen noch einmal reanimiert werden. "Die Ehefrau des 45-Jährigen berichtete später auf dem Polizeiabschnitt von einer Erkrankung ihres Mannes, die für seinen Kollaps verantwortlich sein dürfte", so die Polizei. (Tsp)

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