Berlin-Mitte und -Rudow : Verfolgungsjagd über die Stadtautobahn - ohne Führerschein

Ein Autofahrer hat sich am Sonntagnachmittag eine Verfolgungsjagd mit der Polizei über den südlichen Autobahnring geliefert. In der Nacht stellten die Beamten einen betrunkenen Fahrer in Mitte.

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Die Berliner Polizei im Einsatz.
Die Berliner Polizei im Einsatz.Foto: dpa/Archiv

Die Berliner Polizei hatte es am Sonntag gleich mit zwei kuriosen Fällen im Straßenverkehr zu tun. Am Nachmittag lieferten sich die Beamten in Neukölln eine Verfolgungsjagd mit einem 38-jährigen Autofahrer, der sich zuvor einer Kontrolle an der Anschlussstelle Grenzallee auf der Stadtautobahn entzogen hatte. Stattdessen flüchtete der Mann zurück auf die Stadtautobahn in Richtung Schönefeld.

Die Polizisten folgten ihm, auch als er die Autobahn an der Johannisthaler Chaussee wieder verließ und weiter in ein Wohngebiet flüchtete. Am Schwertlilienweg Ecke Seidelbastweg stieß er auf dem Gehweg gegen ein Verkehrsschild, verließ das Auto und flüchtete zu Fuß über mehrere Grundstücke.

Schließlich konnten ihn die Polizisten jedoch stellen. Bei der Durchsuchung fanden sie ein Tütchen mit mutmaßlichen Drogen und beschlagnahmten es. Anschließend kam er wegen fehlender Ausweispapiere und für eine Blutentnahme in eine Gefangenensammelstelle. Außerdem stellten die Beamten fest, dass der 36-Jährige per Haftbefehl wegen Erschleichens von Leistungen gesucht wurde. Er muss sich nun weiterhin wegen Gefährdung des Straßenverkehrs unter Drogeneinfluss, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Verkehrsunfallflucht und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten.

Zu betrunken für die Atemalkoholkontrolle

In der Nacht zum Montag stellten die Beamten in Mitte einen anderen Autofahrer, der offenbar stark betrunken war. Der 38-Jährige war zunächst als Beifahrer in einen Unfall verwickelt, bei dem die 31-jährige Fahrerin den Wagen in ein Gleisbett an der Kreuzung Rhinstraße Ecke Seddiner Straße in Friedrichsfelde gesetzt hatte. Glücklicherweise bleiben beide unverletzt und konnten ihre Fahrt fortsetzen, nachdem das Auto aus dem Gleisbett gezogen worden war.

Wenig später saß jedoch der Mann am Steuer und verursachte nunmehr in der Alexanderstraße laut Zeugenaussagen mehrfach beinahe Unfälle. Als die Beamten eintrafen, saß der 38-Jährige am Steuer des nun stehenden Wagens. Für einen Atemalkoholtest war er anscheinend zu betrunken, deshalb wurde er auf staatsanwaltschaftlicher Anordnung zur Blutentnahme gebracht. Bei der Befragung durch die Polizisten war der Fahrer sehr aufgebracht und hatte offenbar Gleichgewichtsprobleme - jedenfalls musste er sich permanent an dem Auto festhalten.

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