Berlin-Moabit : Schießstand in der Kruppstraße erneut geschlossen

Erst vor zwei Wochen war der Polizei-Schießstand Kruppstraße nach einer Bleikontamination wieder geöffnet worden. Nun ist er wieder zu: Wegen einer defekten Lüftung.

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Training schwer gemacht: Der Schießstand Kruppstraße ist vorerst wieder geschlossen.
Training schwer gemacht: Der Schießstand Kruppstraße ist vorerst wieder geschlossen.Foto: dpa

Der Polizeischießstand in der Kruppstraße in Moabit musste am Mittwochmorgen erneut für längere Zeit geschlossen werden. "Wegen eines Lüftungsausfalls wurde gestern die Schießanlage vorübergehend außer Betrieb genommen. Die Reparatur wird voraussichtlich bis Mitte nächster Woche andauern", teilte die Polizei am Donnerstagvormittag mit.

Der Schießstand war zuletzt im Januar wegen Bleikontamination geschlossen worden - der Tagesspiegel berichtete - und hatte seinen Betrieb nach Angaben der Polizeigewerkschaft GdP erst am 16. März wieder aufgenommen.

Laut GdP war die Lüftungsanlage am Mittwoch zweimal nacheinander ausgefallen. Offenbar sind die Luftfilter in der Anlage verstopft. "In der Folge stellten alle Schießtrainer einen rauen, kratzigen Hals mit Auswirkung auf Stimme sowie ein Brennen in den Augen und eine spürbare belegte Zunge fest. Außerdem wurden deutlich mehr Ablagerungen und Pulverrückstände auf dem Fußboden als sonst festgestellt", heißt es in einer Erklärung. Gegen 11.15 Uhr sei der Stand dann geschlossen worden.

Die Luftfilter in der Anlage mit drei sogenannten "Echtschussbahnen" müssen nun ausgetauscht werden. Der Stand kann für eine Woche, bis zum 6. April, nicht mehr für das Schießtraining der Polizei genutzt werden. Nach Angaben der Polizeipressestelle sind in Berlin derzeit acht Schießstände für die Zielübungen der Beamten geöffnet.

"Es kann nicht sein, dass es auf Berlins modernstem Schießstand immer wieder zu Schließungen kommt", kritisierte GdP-Sprecher Benjamin Jendro und forderte Investitionen: "Wir brauchen zusätzliche Echtschussbahnen, die auch funktionieren, um den sicheren Waffengebrauch und die innere Sicherheit wahren zu können."

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