Berlin-Neukölln : Krimineller in Hasenheide verhaftet - manipulierte Böller gefunden

Zufallstreffer in der Hasenheide: Ein Mann wurde am Montag wegen Drogen kontrolliert - gegen ihn lagen Haftbefehle vor. Auch in seiner Wohnung wurde man fündig.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Bei einer Drogenkontrolle in der Hasenheide in Berlin-Neukölln ist der Polizei am Montagmittag ein gesuchter Krimineller ins Netz gegangen.

Der 39 Jahre alte Mann war nach Angaben der Polizei um 11.30 Uhr kontrolliert worden. Die Ermittler hatten vermutet, dass der Mann in der Parkanlage mit Drogen handelte.

Er hatte eine Metallbox mit einem Haschischbrocken und einigen Pillen dabei. Bei der Kontrolle seiner Personalien stellte sich heraus, das gegen den Mann zwei offene Haftbefehle vorlagen. Er war wegen ausstehender Zahlungen verurteilt worden. Die Beamten wollten ihn sofort ins Gefängnis bringen.

Drogen und Pyrotechnik in der Wohnung

Der Mann bat darum, aus seiner Wohnung in Rudow einige persönliche Gegenstände holen zu dürfen. Die Polizisten fuhren mit ihm in die Lieselotte-Berger-Straße.

Die Beamten durften mit in die Wohnung - und sie entdeckten mehr Illegales: Neben weiteren Beuteln mit Drogen - laut Polizei Marihuana und Pillen - fanden die Beamten mehrere hundert illegaler Polenböller in der Wohnung.

Böller waren manipuliert worden

Der 39-Jährige hatte offenbar mit der Pyrotechnik experimentiert. Im Polizeibericht ist von "mehreren Selbstlaboraten mit sprengfähiger Pyrotechnik" die Rede, die in der Wohnung sichergestellt wurden.

"Der Mann hatte die Böller manipuliert, um eine höhere Sprengkraft zu erzeugen", sagte ein Sprecher dazu. Kriminaltechniker sollen die selbstgebauten Sprengsätze nun untersuchen. "Was der Mann konkret damit vorhatte, ist Gegenstand der Ermittlungen", hieß es bei der Polizei.

Flagge mit SS-Runen gefunden

Außerdem fanden die Ermittler fünf Schuss Manövermunition, eine Sturmhaube sowie eine Flagge mit SS-Runen. Laut Polizei ist der Mann bislang nicht als Rechtsextremist aufgefallen.

Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen des Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz, das Waffengesetz, das Betäubungsmittel- und das Arzneimittelgesetz ein. Der 39-Jährige sitzt in Haft.

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