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Berlin-Neukölln : Schon wieder Fahrscheinautomat gesprengt

Zum vierten Mal in weniger als drei Wochen explodiert ein Automat in einem Bahnhof. Die BVG trifft nun verstärkte Sicherheitsmaßnahmen.

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Foto: dpa/Patrick Pleul

Im U-Bahnhof Wutzkyallee in Gropiusstadt haben Unbekannte in der Nacht auf Freitag einen Fahrscheinautomaten gesprengt. Laut BVG haben die Täter Bargeld erbeutet, in welchem Wert ist nicht bekannt. Zeugen wollen drei dunkel gekleidete Männer beobachtet haben, die geflüchtet sind. Wie genau der Automat zerstört wurde, ermittelt das Landeskriminalamt.

"Der Schaden durch den zerstörten Automaten ist für uns viel höher als die Beute", sagt ein Sprecher der BVG. Pro gesprengtem Automat belaufen sich die Kosten auf 25.000 bis 30.000 Euro, die Beute sei sehr viel geringer. "Wir haben verschiedene Maßnahmen eingeleitet, um weitere Sprengungen zu verhindern", sagt der Sprecher der BVG. Konkrete Maßnahmen möchte er nicht nennen, um zukünftigen Tätern keine Hinweise zu geben. Nur eines kann er sagen: "Alle Automaten werden deutlich häufiger geleert als bisher."

In den vergangenen Wochen wurden immer wieder Fahrscheinautomaten in Berlin gesprengt. Vor einer Woche ist bei einer Explosion am U-Bahnhof Neu-Westend die Rückwand des Automaten auf die Gleise geschleudert worden, ein Zug konnte rechtzeitig abbremsen und einen Zusammenstoß verhindern. Bei einer Detonation am U-Bahnhof Siemensdamm wurde vor 10 Tagen die Decke des Bahnhofs beschädigt, am S-Bahnhof Mexikoplatz wurde ein Geldautomat zerstört.

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